Foto: Julian Schäpertöns

Buchweizen aus Eigenanbau für das Brezelfest

Die Brezelgesellschaft baut Pfannkuchen-Zutat für das Brezelfest 2020 an

Die leckeren Pfannkuchen der „flotten Pfannenwenderinnen“ sind auf dem Brezelfest kaum noch wegzudenken. Mehrere hundert Stück gehen an diesem Tag über die Theke. Massen an Teig werden gebraucht. Eine besondere Zutat, nämlich das Buchweizenmehl, müssen die Pfannenwenderinnen nächstes Jahr nicht mehr einkaufen. Eine Zutat, nämlich den Buchweizen, baut die Brezelgesellschaft nun selbst auf einem Feld an der Schulstraße an.

25 Kilo Samen wurden Mitte Mai auf dem ein Hektar großen Feld, das Martin Steinmann zur Verfügung gestellt hat, gesät. Unterstützung gab es dabei von Heiner Janinhoff, der das Feld bearbeitet hat. Hilfe bekommt die Brezelgesellschaft auch von einem Bienenvolk, das Adolf Böckenhoff am Feldrand platziert hat, damit diese die Blüten bestäuben können.

Anders als der Name vermuten lässt, ist Buchweizen kein Getreide. Es gehört zur Gattung der Knöterichgewächse. Nachgewiesen wurde, dass Buchweizen bereits im 13. Jahrhundert im Rheinland angebaut wurde. Es liefert wichtiges Eiweiß, Vitamine der B-Gruppe und Lecithin und ist besonders leicht verdaulich. „Pfannkuchen schmecken mit Buchweizenmehl viel kräftiger“, erzählt Pfannenwenderin Angelika Miermann. „Außerdem sind sie glutenfrei.“ Im August wird eine Ernte von 1.000 bis 2.000 Kilo Buchweizen erwartet. Dieser wird dann von den Traktor Veteranen zu einer Mühle nach Borken gefahren, damit dort die Körner weiter zu Mehl verarbeitet werden. So soll reichlich Vorrat für das Brezelfest 2020 vorhanden sein. Aus dem, was übrigbleibt, soll noch Schnaps gemacht werden. js

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