Foto: Privat

Die Insel der tausend Tempel

Ellen Homann vom Reisestudio Kirchhellen berichtet von ihrer Reise nach Bali

Naturliebhaber kommen auf Bali voll auf ihre Kosten. Foto: Privat

Kirchhellen - Bali – der Name der indonesischen Insel löst Sehnsuchtsvorstellungen aus. Das Reisestudio Kirchhellen ist bei einem zehntägigen Inselbesuch Ende August der Frage nachgegangen, ob zurecht oder nicht. Erwartet wurde eine jahrhundertalte Kultur, konstant warme Temperaturen, tropische Wälder, Vulkane, ein warmes Meer und liebenswert-hilfsbereite Bewohner. Schnell ist klar: Nach fast 15 Stunden Anreise geht das Herz auf.

Die Lage südlich des nahen Äquators schafft die stabile Wettersituation, die für ein nahezu gleichbleibend warmes und zugleich mildes Klima sorgt. Die Tagestemperaturen liegen um die 30°C, das Wasser war und ist nur unbedeutend kühler und Abkühlung in der Nacht ist auf Bali im Grunde unbekannt.
Diese klimatischen Bedingungen sind beste Voraus­setzungen für den Reisanbau. Die immergrünen Reisterrassen sind eine Augenweide, wie die von Tirtagangga, weitläufig gelegen nahe des Vulkans Gunung Agung. Der Agung als mächtiger und höchster, weithin sichtbarer Berg rumort immer wieder mal, spuckt Asche und zeigt mit Vehemenz, wer auf der Vulkaninsel eigentlich das Sagen hat. Er ist für die Balinesen der heiligste Berg und das Zentrum der Welt. Gleich nebenan liegt das Batur-Plateau. Der dreistündige Aufstieg im Rahmen einer Trekking-Tour begann bereits mitten in der Nacht und hat es in sich. Die Belohnung war der spektakulärste Sonnenaufgang auf Bali.
Die wasserreiche und bergige Insel hat zahlreiche Wasserfälle. Die beeindruckendsten sind auch zum Baden im kristallklaren Wasser geeignet, entsprechend zahlreich sind Touristen aus aller Welt. Vor allem Australier und Europäer prägen das Bild auf der ganzen Insel, auffallend viele junge Menschen. Bali lädt förmlich dazu ein, mobil zu sein, seine Urlaubszeit auf mehrere Orte aufzuteilen. Die Übernachtungen sind günstig (ab 10 bis 15 Euro pro Nacht) und mit dem Motorroller sind alle Orte gut erreichbar.
Im Westen, nahe der Hauptstadt Denpasar und dem Flughafen, liegt Kuta. Das Party- und Surfer-Paradies ist der bekannteste, geradezu „westlichste“ Ort der Insel. Entsprechend zahlreich sind dort Pensionen und Hotels, Bars und Restaurants am weitläufigen Sandstrand. Man muss es mögen oder wollen. Im Landesinneren liegt Ubud, ein ziemlich hektisches Zentrum für künstlerisch interessierte Besucher. Wer es ruhiger oder gediegener mag, dem sei die Lösung eines komfortablen Ressorts mit der Option auf Tagestouren empfohlen.
Für Taucher ist Bali ein echter Hotspot und zählt zu den weltweit besten Tauchrevieren. Das tropische Wasser bietet einige der spektakulärsten Fische wie ganze Kolonien von Mantas, die riesigen und geheimnisvollen Mondfische („Mola Mola“) oder verschiedene Haiarten.

Foto: Privat

Beeindruckend waren und sind die Tempel, von denen es tausende in allen Größen gibt. Jede Familie hat einen für tägliche rituelle Opfergaben. Jedes Dorf selbst hat mindestens drei große Tempel, erbaut für Brahma (Gott der Schöpfung), Vishnu (Gott der Bewahrung) und Shiwa (Gott der Zerstörung). Als lohnenswert erwies sich der Besuch des Pura Besaki, dem größten Tempelkomplex der Insel. Spannend und sehr farbenfroh sind die zahlreichen Zeremonien, die dort stattfanden. Fast täglich strömen hunderte balinesischer Männer und Frauen in kunstvollen Gewändern und mit Opfergaben auf dem Kopf in das Tempelinnere.
Bali ist eine Vulkaninsel, Weiß ist daher nicht die vorherrschende Farbe des Sandes an den Stränden. Aber mit einem guten Reiseführer oder lokalen Guide kann man sie finden, die kleinen weißen Buchten wie Virgin Beach im Nordosten oder eben in Kuta an der Westküste.
Von den Lebenskosten ist Bali ein sehr günstiges Ziel, sei es für Übernachtungen, Rollermiete und Benzin oder Essen. Überall finden sich Bars und Restaurants, die von kleinen Snacks bis zum kompletten Menü günstige Preise verlangen. Am ehesten noch für die ausgezeichnete regionale Küche, aber ebenso vertraute internationale Klassiker.
Abgesehen von der langen An- und Abreise (etwa 12 Stunden Flugzeit ab Frankfurt bis Singapur + 2,5 Stunden bis Bali), hat Bali alle Erwartungen erfüllt. Das Leben dort ist unkompliziert und günstig, die Menschen sind zuvorkommend und fröhlich. Das Klima und die vielen Sehenswürdigkeiten von Tempeln über aktive Vulkane, Reisfelder und Dschungel, spektakuläre Unterwasserwelten, das (Wasser-)Sportangebot und Erholung in Massage- und Spa-Einrichtungen machen Bali völlig zurecht zu einem empfehlenswerten Sehnsuchtsort.
Bali ist ein ganzjähriges Reiseziel für Paare, für Hochzeitsreisen, aber auch für Gruppen. Informationen, Eindrücke und Tipps erhalten Sie im Reisestudio Kirchhellen an der Hauptstraße 45. Ellen Homann und ihre Kolleginnen freuen sich über Anfragen.

Diesen Artikel teilen:

Zurück