Foto: aureus GmbH - Julia Liekweg

Freizeittreff „to go“ in Gladbeck

Auch während der Schließungen mussten die Kinder in Gladbeck nicht auf kreative Unterhaltungsangebote verzichten.

Gladbeck - Die Freizeittreffs in Gladbeck waren sich einig: Auf die Bespaßung der Kinder soll und darf nicht verzichtet werden. Deswegen haben die Kinder- und Jugendeinrichtungen sich kurzerhand überlegt, den Freizeittreff „to go“ ins Leben zu rufen, um die Zeit, in der die Kinder nicht zur Schule gehen und auch auf Freunde und Familie verzichten mussten, überbrücken zu können.

Wie viele Einrichtungen in Gladbeck haben auch die Freizeittreffs versucht, ihren Online-Auftritt während Corona auszubauen und dort Angebote für Kinderbespaßung zu veröffentlichen. „Die Kinder, die wir bei uns begrüßen, sind aber zwischen sechs und zehn Jahren alt. Da sind sie noch nicht so sehr mit Online-Angeboten vertraut“, berichtet Nils Eickelkamp, Einrichtungsleiter des Freizeittreffs Rentfort. Viele Kinder bräuchten aufgrund ihres Alters dafür auch noch die Unterstützung ihrer Eltern. „Deswegen haben wir uns gedacht: Machen wir unseren Freizeittreff einfach ‚to go‘“, sagt der Einrichtungsleiter. Das Team hat verschiedene kreative Päckchen mit Bastelanleitungen, Materialien, Ausmalbildern und vielem mehr zusammengestellt, die sich die Kinder nachmittags kostenlos abholen konnten. „Wir wollten einfach nicht den Kontakt zu unseren Kindern verlieren. Wir hatten jetzt so lange geschlossen, hoffen aber natürlich darauf, dass wir viele bekannte Gesichter nach der Öffnung wieder begrüßen dürfen“, berichtet Nils Eickelkamp. Er habe beobachtet, dass man sich in dem Freizeittreff schnell aus den Augen verliert, wenn man den Kindern keine Regelmäßigkeit bietet. „Wenn ich durch Rentfort laufe, treffe ich natürlich den ein oder anderen kleinen Gast von uns. Die einen erkennen mich wieder und freuen sich schon, wieder bei uns spielen zu können, andere aber vergessen uns ohne den regelmäßigen Kontakt“, berichtet Nils Eickelkamp. Da einige der jungen Einrichtungsbesucher gerade erst einmal die Grundschule besuchen, fehlt es vielen noch am Verständnis für die Schließungen und auch die Notwendigkeit und Pflicht der Abstandswahrungen können die Kinder noch nicht begreifen.

Bald soll es wieder losgehen

Der Plan war es, Mitte Mai wieder zu öffnen (Information Stand Drucktermin: 15. Mai 2020). Statt des offenen Treffs, den die Einrichtungen sonst angeboten haben, können die Kinder den Freizeittreff nun nur mit Voranmeldung und in Gruppen von maximal sechs Kindern besuchen. „Wir wissen noch nicht ganz genau, wie wir mit der Situation umgehen werden. Mit sechs Kindern haben wir auf jeden Fall ausreichend Platz innerhalb der Einrichtung und wir planen, dass wir durch ausgewählte Spiele und dem Spielen draußen den Abstand zwischen den Kindern etwas steuern und kontrollieren können“, erklärt uns der Einrichtungsleiter. Doch er gibt auch zu bedenken: „Wir haben einfach keinerlei Vergleichswerte, wir müssen einfach das Beste daraus machen.“ Innerhalb der Räume sollen die Kinder und Mitarbeiter eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. „Wie wir es bei den Spielen draußen handhaben werden, kann ich noch nicht beantworten. Das ist abhängig von dem Programm, das wir zusammenstellen“, schließt Nils Eickelkamp. // jl

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