Foto: Julia Liekweg

Lions Club Gladbeck ehrt die beste Facharbeit am Ratsgymnasium

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr die beste Facharbeit am Ratsgynmasium Gladbeck gesucht – Der erste Preis ist für Gewinner Marius Keller eine besondere Ehre.

Gladbeck - Eine Motivation für die Schüler soll der Facharbeitspreis insgesamt sein. Aus den fünf besten Facharbeiten des Jahrgangs hat die Jury schließlich die allerbeste ausmachen können: Eine Analyse zum Thema Gen-Doping von Marius Keller war der Inhalt des Werks.

Zusammen mit der Stufenleiterin und den jeweiligen Fachlehrern hatte die Schule sich im Vorfeld beraten, um zu entscheiden, welche fünf Facharbeiten gegeneinander antreten sollen. Schulleiter Hans-Christoph Pocha erklärt: „Von der Vorauswahl hatte der Lions Club überhaupt keine Kenntnis. Das hat allein die Schule entschieden.“ Die Noten, die die Schüler für die schriftlichen Arbeiten bekommen hatten, waren natürlich ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl. „Die Arbeiten bewegen sich alle im guten bis sehr guten Bereich“, so Pocha. Aber auch die Interessantheit des Themas war wichtig und so durften Marie to Roxel mit einer Arbeit über medizinische Versuche an Menschen im Nationalsozialismus, Yvonne Garus mit einem Experiment zum Thema Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht, Felix Pfaff mit einer Analyse über filmische Mittel der Serie Game of Thrones, Nils Schaudinn und seine Arbeit über den Ausbau der A52 und Marius Keller gegeneinander antreten. „Die Facharbeiten werden in der Schule ja nur in ihrer schriftlichen Form bewertet“, erklärt der Schulleiter. Der Lions Club aber möchte mit dem Facharbeitspreis die Präsentationskompetenzen von Schülern wieder steigern. Da im Leben immer wieder Situationen vorkommen werden, in denen Sachverhalte souverän präsentiert werden müssen und Schulen mitunter nicht die Kapazität für diese Kompetenzbildung haben, bietet der Lions Club diesen Preis als Motivation an. 200 Euro gibt es für den ersten Platz, doch auch die verbliebenen vier Mitstreiter gingen nicht leer aus: Sie erhielten auch jeweils 100 Euro für ihre beeindruckenden Leistungen. Bewertet wurden vor allem Sprache und Auftreten sowie der Einsatz des jeweiligen Mediums. „Schüler können ja alle schon mit Powerpoint umgehen. Das ist auch wichtig, denn das wird im Leben immer wieder auftauchen“, bemerkt Pocha.

Für das Gladbecker Gymnasium war die Verleihung des Facharbeitspreises die erste Veranstaltung ihrer Art. Man plane aber, diese Motivation zur Kompetenzerweiterung beizubehalten und schon Ende Oktober wird es eine weitere Facharbeitsverleihung geben. „Das ist auch eine Form der Begabtenförderung“, erklärt der Schulleiter. Die Idee der Facharbeiten ist es, Abiturienten auf eine mögliche akademische Laufbahn an Universitäten vorzubereiten, denn wissenschaftliche Hausarbeiten sind an Hochschulen an der Tagesordnung. Je eher man hier seine Kompetenz erprobt, desto besser vorbereitet ist man im Falle eines Studiums.

Mit in der Jury für die Verleihung saßen die Lions Club Mitglieder Michael Düing und Thomas Schubert, der Vorsitzende des Lions Clubs Michael Tiemann, der Elternvertreter Thomas Verjé und Lehrerin Julie-Karolin Günter. Besonders der Vorsitzende zeigte sich begeistert von der Schülerleistung: „Die Schüler haben ihre Vorträge auf einem hohen Niveau präsentiert. Die Themen waren anspruchsvoll und die komplexen Sachverhalte wurden strukturiert und verständlich vermittelt. Das ist sicherlich in der heutigen Berufswelt eine wichtige Kompetenz. Alle Teilnehmer haben ihre Aufgabe sehr gut umgesetzt, sodass die Kür des besten Vortrags sehr schwierig zu ermitteln war. Am Ende haben nur Nuancen den Sieger entschieden. Ich hoffe, dass der Preis die Schüler, die im nächsten Jahr ihre Facharbeiten schreiben werden, zusätzlich motivieren kann.“ Denn genau die waren an diesem Tag auch das Publikum der Vortragenden, um einen Einblick in die Welt der Facharbeiten zu bekommen. Von Seiten des aktuellen Facharbeitsjahrgangs zeigte man sich dem Projekt durchaus wohlgesonnen. „Es hat Spaß gemacht, sich dem Wettbewerb zu stellen. Wir haben uns alle sehr intensiv vorbereitet. Es war eine besondere Herausforderung, die Facharbeit vor der Jury und dem Schülerpublikum vorzustellen. Da muss ja alles stimmen, die Technik, der Vortrag und so weiter. Aber die Arbeit hat sich gelohnt“, zeigen sich die Schüler begeistert. jl

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