Foto: Privat - Schützenverein Bricht
Foto: Privat - Schützenverein Bricht

Traditionelles Brichter Schützenfest fällt aus

Alte Traditionen müssen aussetzen, damit der Schutz der Mitbürger garantiert werden kann.

Schermbeck - Schweren Herzens musste der Schützenverein Bricht nun bekannt geben, dass aufgrund der neuen Bestimmungen von Bund und Land zur Eindämmung der Corona-Pandemie das traditionelle Brichter Schützenfest in diesem Jahr abgesagt werden muss. Der Grund dafür ist das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August 2020.

Dabei ist nicht nur der Schützenverein Bricht von Ausfällen betroffen, sondern alle Menschen und Vereine. Egal wo man hinschaut, Feste fallen aus und alte Traditionen müssen auf das kommende Jahr verschoben werden. „Ein Schützenfest ist keine Legitimation, einfach nur drei Tage zu feiern“, stellt Carsten Unverzagt, der erste Vorsitzende des Vereins, klar. Er ergänzt: „Durch die Schützenfeste wird deutlich, wo die eigenen Wurzeln sind, wo man in einer Gemeinschaft lebt und sich gegenseitig trägt.“ Das sei eben auch der Grund, dass viele Brichter, die im Laufe ihres Lebens aus ihrer Heimat weggezogen sind, an den Schützenfesttagen wieder zurück in die Heimat kehren, um dort Bekannte, ehemalige Nachbarn und Freunde wiederzutreffen. Doch auch im Verein ist die Trauer groß, denn „allen Ehrenamtlichen fällt so eine Entscheidung schwer, da die traditionelle Schützenfeste immer das Highlight eines jeden Schützenvereins sind und diese mit Freude und persönlichem Engagement vorbereitet werden“, heißt es vom Vereinsvorsitz.

Trotz der Trauer um das Schützenfest aber berichtet Carsten Unverzagt auch: „Es gibt keinen, der dafür in der jetzigen Situation kein Verständnis hat – ganz im Gegenteil.“ Trotzdem seien auch schon Leute an ihn selbst herangetreten und haben ihm in Gesprächen ihr Bedauern über den Ausfall des Schützenfestes
ausgedrückt – zumal auch schon das traditionelle Osterfeuer in diesem Jahr ausfallen musste.

Ein Wiedersehen ist geplant

Die Gesundheit der Menschen und die Bekämpfung der Corona-Pandemie sind aber für den Verein ausschlaggebend und haben höchste Priorität. Wie in den vergangenen Jahren auch hatten die Planungen für die bunten Festtage aber bereits begonnen und auch Verträge mit Geschäftspartnern waren schon fertig. „Es wusste ja niemand, wie es wann weitergehen kann“, erklärt der erste Vorsitzende. Doch dann wurde das Verbot von Großveranstaltungen vorerst bis Ende August ausgesprochen. „Auch unbequeme Entscheidungen müssen getroffen werden, damit jeglicher Art von Schutz der Mitbürger gewährleistet werden kann“, sagt Carsten Unverzagt im Gespräch mit uns.

Trotzdem freue man sich auf das traditionelle Schützenfest im kommenden Jahr, welches dann hoffentlich in guter Tradition wieder an dem Wochenende vor Pfingsten vom 14. bis zum 16. Mai 2021 gefeiert werden kann. Ebenso freut sich der Verein auch schon jetzt auf das Winterschützenfest, das für Januar 2021 geplant ist. // jl

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