Der neue Standort ist gefunden, doch rechnet die BEST erst in drei bis fünf Jahren damit, dass der neue Recyclinghof zwischen der Münsterstraße und Im Pinntal eröffnet werden kann. Um eine entsprechende Übergangslösung zu schaffen und zu verhindern, dass die Kirchhellener regelmäßig bis zum Bottroper Recyclinghof am Donnerberg fahren müssen, war das Entsorgungsunternehmen händeringend auf der Suche nach einem Interimsstandort. Sogar eine Petition aus der Bürgerschaft wurde ins Leben gerufen, um die Sorgen zu verdeutlichen, da bisher – zumindest offiziell – noch keine Lösung in Sicht war. Jetzt gibt der Vorstandsvorsitzende Entwarnung.
Optimale Voraussetzungen
„An Schacht X, auf dem RAG-Gelände, haben wir einen Ort gefunden, der sich sehr gut eignet“, erklärt Stefan Kaufmann in der jüngsten Bezirksvertretersitzung. Der Ort werde den vielen Herausforderungen gerecht, die mit der Planung einher gehen. „Wir haben eine bereits asphaltierte Fläche, die damals als Lagerfläche von der RAG genutzt wurde“, erklärt Kaufmann und erfüllt damit obendrein ein von der Bezirksvertretung gewünschtes Kriterium: „Es müssen keine neuen Flächen versiegelt werden“, freut sich der Bezirksbürgermeister.
„Das Gelände ist von dem Alten Postweg und aus Richtung der Holthauser Straße anzufahren und bietet vor allem für ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, wie wir es schon jetzt von der Raiffeisenstraße kennen, genügend Platz“, erklärt der BEST-Vorstand. Das RAG-Gelände ist dafür linksseitig zu befahren, um dann auf den neuen Recyclinghof einzubiegen, dort die Abfälle zu entsorgen und schließlich in einer Schlaufe ohne Kreuzungsverkehr wieder vom Gelände abfahren zu können.
Nur der Ort ändert sich
Jetzt komme es nur noch auf das Genehmigungsverfahren an. „Der Bauantrag ist eingereicht und von Seiten der Verwaltung wurde uns signalisiert, dass die Übergangslösung an Schacht X zügig genehmigt werden kann“, betont Stefan Kaufmann. Und, obwohl baulich nicht viel vor Ort zu tun sei, schließlich könne man das Equipment recht einfach verlagern, hat die BEST noch die Sicherung einer entsprechenden Starkstrom-Zufuhr für die Pressen auf der To-Do-Liste.
Angenommen werden die gewohnten Abfallarten zu den bestehenden Öffnungszeiten mittwochs von 10 bis 14.30 sowie von 15 bis 17 Uhr und samstags von 8.30 bis 13.30 Uhr. „Der Oberbürgermeister hat vergangene Woche versprochen, dass es zum 1. Juli eine Lösung geben wird. Deswegen hoffen wir, dass die Verwaltung bis dahin mit den Genehmigungen durch ist“, gibt Hendirk Dierichs zu bedenken.