Foto: Katharina Boll

Arthrose, na und?

Der Sportpark Stadtwald sucht Teilnehmer für eine deutschlandweite Studie

Kirchhellen - Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung – und entgegen landläufiger Meinung kein unabänderliches Schicksal. Denn gegen die Beschwerden kann man viel tun, ganz ohne Tabletten. Was man konkret dagegen unternehmen kann, und zwar unabhängig vom Alter, soll eine Bewegungsstudie zeigen. An dieser nehmen Deutschland weit ausgewählte Fitnessstudios teil, darunter auch der Sportpark Stadtwald in Bottrop.

„Die Studie soll zeigen, dass gezieltes Training eine deutliche Steigerung des Wohlbefindens bewirkt – und das bereits nach sechs Wochen“, erklärt Kathrin Tomczak, Clubleiterin des Sportparks Stadtwald. Das Programm selbst dauert insgesamt sechs Wochen mit zwei bis drei Einheiten unter Anleitung im Sportpark Stadtwald. Es ist ein gesunder Mix aus Kräftigungs-, Koordinations- und Beweglichkeitstraining sowie funktionellen Übungen mit dem Körpereigengewicht. Zusätzlich erhalten die Teilnehmer ein Mini-Beweglichkeitsprogramm mit Übungen für zuhause. Diese sollen zwei Mal pro Woche durchgeführt werden. „Bei einem ersten Termin wird das Beschwerdebild festgestellt und im Hinblick auf den Schweregrad ein individueller Trainingsplan erstellt“, erklärt die Clubleiterin das Vorgehen. Nach den sechs Wochen wird dann analysiert, inwieweit sich das Beschwerdebild verbessert hat.

Arthrose bedeutet übersetzt „Gelenkverschleiß“ und ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen. Durch Verletzungen, Verspannungen oder dauerhaft einseitige Fehlbelastung kommt es zu dem Verschleiß des Knorpels. Er befindet sich zwischen den beiden Knochenenden und verhindert im Normalfall, dass die Knochen aufeinander reiben. Außerdem dient der Knorpel als eine Art Stoßdämpfer.
Der Gelenkschaden bereitet Betroffenen oft große Schmerzen und macht das Gelenk steifer, damit auch weniger beweglich. Patienten neigen dann dazu, das Gelenk zu schonen. Dadurch entsteht jedoch ein Teufelskreis: Der Knorpel wird schlechter durchblutet und verliert weiter an seiner Schutzfunktion. „Viele Menschen denken, dass man nichts gegen Arthrose machen kann, außer Operationen. Das ist falsch“, betont die Bottroper Orthopädin Dr. Katrin Hansmeier, die die Studie vor Ort unterstützt. „Körperliche Aktivität sorgt dafür, dass die Knorpel massiert und leicht zusammengepresst werden. Durch diesen Pumpmechanismus werden frische Nährstoffe in die Knorpel befördert.“ Außerdem hilft Bewegung.

Also: Wer rastet, der rostet – dieses alte Sprichwort gilt vor allem, wenn es um Arthrose und Gelenkverschleiß geht. Wer aktiv werden will, für den ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen. Die Anmeldung an der Studie ist noch bis zum 31. Oktober 2018 möglich. Der Selbstkostenbeitrag für Gesundheits-Check, Einweisungen und 6–Wochen-Programm beträgt 59 Euro, inklusive Nutzung aller Kurse und des Wellnessbereichs. Teilnehmen können Frauen und Männer zwischen 30 und 80 Jahren, die aktuell kein regelmäßiges Fitnesstraining durchführen. Anmelden können sich Interessierte im Sportpark Stadtwald an der Stenkhoffstraße 34 oder unter der Telefonnummer (02041) 97474.
Im Rahmen der Studie hält zudem Dr. Rainer Michels von der Schmerzambulanz des Knappschaftskrankenhauses Bottrop am 15. November um 19 Uhr im Sportpark Stadtwald einen Vortrag zu dem Thema. Hierzu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Weitere Informationen zur Studie erhalten Sie auf der Webseite www.arthrose-studie.com.

 

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