Den Auftakt bildete bereits am 11. Januar eine geführte Winterwanderung rund um die Braucker Halden. Die rund neun Kilometer lange Tour bot den Teilnehmern eindrucksvolle Einblicke in die Landschaft und die Geschichte des Gladbecker Südens.
Auch darüber hinaus hält das Programm zahlreiche spannende Ausflugsziele bereit. So stehen unter anderem ein Besuch des alten Schiffshebewerks Henrichenburg, eine Führung durch die Propsteikirche St. Urbanus in Buer sowie viele weitere Entdeckungen auf dem umfangreichen Jahresplan.
Mehrtägige Reisen und Stadterkundungen
Zudem organisiert der Heimatverein auch 2026 wieder mehrtägige Reisen, die besondere Orte der Region erschließen und Raum für gemeinsames Erleben schaffen. Ergänzt wird das Programm durch eine Reihe von Stadterkundungen in Gladbeck und Buer. Auf dem Plan stehen unter anderem Besichtigungen des St. Barbara-Hospitals, des Baumlehrpfads, der Herz-Jesu-Kirche sowie eine Führung auf den Rathausturm in Buer.
Daneben steht auch wieder ein Gespräch mit Bürgermeisterin Bettina Weist auf dem Programm. An diesem Nachmittag berichtet sie über ihre Erfahrungen im Amt und spricht über aktuelle sowie wichtige Themen des Stadtgeschehens. Anregungen, neue Ideen und auch konstruktive Kritik sind ausdrücklich willkommen.
Im Anschluss folgt eine Führung durch das Gladbecker Rathaus, geleitet von Eva Klein vom Stadtmarketing. Die Teilnehmenden erhalten dabei spannende Einblicke in zentrale Bereiche des Hauses und besuchen unter anderem den Ratssaal, das Standesamt sowie die „Gladbeck Information“.
Geschichtliche Vorträge
Ein weiterer Schwerpunkt sind geschichtliche Vorträge, die lokale und regionale Themen beleuchten und Hintergrundwissen zur Kultur- und Stadtgeschichte vermitteln, wie zum Beispiel der Vortrag von Georg Möllers und Jürgen Pohl: Abgemeldet nach „unbekannt“ 1942 - Die Deportation der Juden aus dem Vest Recklinghausen. Der Arbeitskreis Familienforschung unter der Leitung von Wolfgang Keuterling lädt darüber hinaus alle Interessierten ein, sich mit der Erforschung der eigenen Wurzeln zu beschäftigen und sich dem engagierten Kreis anzuschließen.
Neu im Programm ist zudem ein Nistkastenbau-Workshop, der sich gezielt an jüngere Gladbecker richtet. Unter der fachkundigen Anleitung von Dr. Dieter Briese können Kinder im Alter von etwa fünf bis zwölf Jahren gemeinsam mit ihren Eltern oder Großeltern handwerklich aktiv werden und dabei ganz praktisch etwas für den Naturschutz tun.
Alter Gladbecker Fastnachtsbrauch
Natürlich dürfen auch die beliebten Klassiker nicht fehlen. So steht erneut das traditionelle Mettwurstpfannkuchenessen in der Gaststätte Kleimann‑Reuer an der Hegestraße in Rentfort auf dem Programm. Als besondere Gäste werden in diesem Jahr die beiden „Singenden Kiepenkerle“ aus dem Münsterland erwartet, die mit ihren humorvollen Liedern auf Hoch- und Plattdeutsch für beste Unterhaltung sorgen und zum Mitsingen einladen.
„Das Programm wird von unseren Mitgliedern und vielen weiteren Interessierten sehr gut angenommen“, freut sich der Vorsitzende des Heimatvereins Dietrich Pollmann. „15 Veranstaltungen sind bereits ausgebucht, was im Veranstaltungskalender auf unserer Homepage vermerkt ist.“ Wer teilnehmen möchte, sollte sich also möglichst frühzeitig anmelden. „Heimat erkunden und Gemeinschaft erleben“, erklärt Pollmann das Motto des Vereins für Orts- und Heimatkunde.
Zu den persönlichen „Lieblingsreisen“ von Dietrich Pollmann gehören eindeutig die Gladbecker Stadterkundungen. „Gerade eine Stadt wie Gladbeck, die ja da und dort auch mit Imageproblemen zu kämpfen hat – Stichwort Geiseldrama oder GlaBotKi –, da ist es umso wichtiger, dass wir uns selbst immer wieder vergewissern, was an schönen, tollen und interessanten Dingen die Stadt zu bieten hat“, erklärt er seine besondere Begeisterung für diese Führungen.
Gemeinschaft erleben
Offenbar teilen viele Gladbecker dieses Interesse an Themen, die die eigene Stadt unmittelbar betreffen. So waren etwa die Besuche in der Caritas-Werkstatt an der Mühlenstraße sowie bei der SL Naturenergie GmbH, die mehrere Windräder im Stadtgebiet betreibt, innerhalb kurzer Zeit vollständig ausgebucht.
„Gemeinschaft erleben – das ist wichtig“, betont Dietrich Pollmann. „Wir haben in unserer Gesellschaft so viel Anonymität und Fluktuation, dass wir als Verein ein Stück Halt bieten möchten. Viele unserer Mitglieder sind alleinstehend. Bei uns soll man sich in netter Gesellschaft wohlfühlen. Wer Anschluss sucht, ist im Heimatverein gut aufgehoben.“
Das vollständige Programm für das 1. Halbjahr 2026 ist online unter www.heimatverein-gladbeck.de abrufbar. Gedruckte Exemplare liegen in verschiedenen städtischen Einrichtungen aus, darunter die Stadtbücherei, die Gladbeck Information im Alten Rathaus sowie das Fritz-Lange-Haus.