Unter Anleitung der Zirkus- und Eventmanufaktur Pompitz tauchten die Kinder tief in die bunte, manchmal leicht chaotische, aber immer magische Welt des Zirkus ein. Im kleinen Zirkuszelt wurde täglich jongliert, balanciert, geprobt und gelacht und zwar unter der warmherzigen Regie von Markus Pitz und Melinda Fischer, die Pompitz seit Sommer 2023 gemeinsam führen. Ihr Team besteht aus pädagogischem Fachpersonal, das deutschlandweit unterwegs ist und offenbar eine besondere Gabe besitzt: Kinder innerhalb weniger Tage in kleine Artisten zu verwandeln, die so viel Mut zeigen, dass man sich als Erwachsener kurz fragt, wo der eigene geblieben ist.
Kotten Nie wird zur Zirkuswelt
Begleitet wurden die Nachwuchsartisten vom Freizeittreff Rentfort und dem Jugendcafé 3Eck, die dafür sorgten, dass niemand hungrig, durstig oder mit übermäßigem Lampenfieber durch den Tag musste. Und wenn gerade nicht geprobt wurde, verwandelte sich das weitläufige Gelände des Kotten Nie in ein Ferienparadies: Es wurde gefangen, gechillt, getobt oder einfach das gute Wetter gefeiert, das in diesem Jahr erstaunlich zuverlässig mitspielte, als hätte es selbst Lust auf Zirkus.
Der große Moment kam am Freitag: eine knapp 90‑minütige Vorstellung, in der die Kinder zeigten, was sie in nur fünf Tagen auf die Beine gestellt hatten. Familien, Freunde und Gäste waren begeistert und manche staunten nicht schlecht, wie souverän ein Seiltanz oder wie ernsthaft eine Clownsnase getragen werden kann.
Am Ende blieb vor allem dieses Gefühl zurück: dass ein kleines Zelt große Wunder wirken kann. Und dass Ferien manchmal genau dann am schönsten sind, wenn sie ein bisschen nach Manege, Sommerluft und kindlichem Übermut duften.