Foto: Wohnbau Overhagen

Bauprojekt „Leben in Dorfmitte“ nimmt Fahrt auf

Im Juni wird die Baugenehmigung erwartet – Bereits jetzt gibt es zahlreiche Interessenten für die Wohnungen

Kirchhellen - Der geplante Neubau des Wohn- und Geschäftshauses mitten in Kirchhellen am Ende des verkehrsberuhigten Bereichs der Hauptstraße nimmt Fahrt auf. Hier entsteht das Wohn- und Geschäftshaus „Leben in Dorfmitte“. Im Erdgeschoss zieht der Drogeriemarkt Rossmann ein. „Der Mietvertrag ist bereits unterschrieben“, freut sich Sabine Tönnes, Geschäftsführerin der Wohnbau Overhagen. Ein Geschäftslokal mit einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern und einem zusätzlichen Lager ist außerdem noch zu vergeben. Auch Interessenten für die 27 Wohneinheiten in der Größe von 60 bis 120 Quadratmeter haben sich bereits zahlreich gemeldet. „Wir haben aber noch nicht mit dem Verkauf begonnen, da wir noch in der Planungsphase sind“, sagt Sabine Tönnes, „die Interessenten sind aber überwiegend Kirchhellener“.
 

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So soll die Gebäudeansicht von der Festwiese aus aussehen.
Foto: Wohnbau Overhagen

Erwartet wird die Baugenehmigung im Juni 2015. „Mitte Juli 2015 soll dann mit dem Hochbau angefangen werden“, sagt Sabine Tönnes. Die Baugrube und die Baustraße werden zuvor eingerichtet. In Absprache mit der Stadt wird eine Baustraße rund um die Baustelle gebaut, um sicherzustellen, dass die Baufahrzeuge immer vorwärts um die Baustelle herumfahren können. Sie rangieren damit nicht rückwärts und behindern nicht den Verkehr auf der Hauptstraße. Wenn der Bau beendet ist, wird der gesamte Parkplatz außerdem von Wohnbau Overhagen ausgebaut und gepflastert. Geplant ist die Fertigstellung des Gebäudes für Anfang 2017.

Die Kritiker, die zunächst lautstark gegen das Bauprojekt protestierten, sind mittlerweile verstummt. „Wir haben sogar eine E-Mail von einer Dame bekommen, die sich dafür entschuldigt hat, wie das alles gelaufen ist und eingestanden hat, dass das nicht fair gewesen sei. Das hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten und habe mich darüber gefreut“, betont Sabine Tönnes. Mit dem geplanten Neubau ging zunächst ein Aufschrei durch Kirchhellen. Schon seit Jahren war der Bauplatz nicht ganz unumstritten. Denn er grenzt direkt an den Festplatz der Schützen- und Brezelgesellschaft an.

Die Facebook-Gruppe „Kirchhellen bleibt Dorf“ sprach sich lautstark gegen das geplante Neubauprojekt aus. Das idyllische Gesamtbild Kirchhellens würde durch ein Gebäude dieser Größe zerstört und der dörfliche Charakter ginge verloren. Dass dies gar nicht der Fall ist, möchte Sabine Tönnes nun zeigen. Viele Unterstellungen wurden von den Kritikern vor allem zu der Gebäudeansicht zur Festwiese hin geäußert, ohne daß eine Ansicht bekannt war. Von einer „Betonmauer“ war hier die Rede. Doch das ist nicht das, was Wohnbau Overhagen an dieser Stelle vorhat. „Die Gebäudeansicht zur Festwiese ist weit von einer Betonwüste entfernt. Das Erd- und das Staffelgeschoss sind zurückversetzt, um dem Gebäude die Höhe zu nehmen“, so Sabine Tönnes. Damit entsteht ein luftiger Eindruck und auch an eine Mauer erinnert das Gebäude so nicht. Die Höhe des Hauses ist geringer als beim Edeka-Gebäude und dem gegenüberliegenden Neubau. 

Weitere Kritikpunkte waren die mögliche Lärmbelästigung durch das Schützen- und Brezelfest und Feiern im Brauhaus Kirchhellen. Doch mit einem speziell für dieses Gebäude entwickelten Schallschutz konnte auch dieses Argument entkräftet werden. „Wir mussten nachweisen, dass der Schallschutz funktioniert“, sagt Sabine Tönnes. Das Kirchhellener Ingenieurbüro Kurz und Fischer hat die Gutachten für Schall- und Wärmeschutz erstellt. „Es gab aber auch nicht nur Kritiker des Bau vorhabens“, sagt Sabine Tönnes. „Mein Vater, der Geschäftsführer Berthold Tönnes, konnte zu dieser Zeit nicht mehr durchs Dorf gehen, ohne angesprochen und gefragt zu werden, warum wir uns das gefallen lassen“, erklärt die Diplom-Ingenieurin und Architektin. „Wir haben sehr viel Zuspruch von allen Seiten bekommen“. Da die Wohnbau Overhagen schon seit dem Beginn der Planung in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung stand, steht dem Neubau nun wohl nichts mehr im Weg. „Es sollte eigentlich nichts mehr schief gehen“, sagt Sabine Tönnes. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen, das Haus wurde abgerissen und die relevanten Bäume gefällt. Damit es weiter gehen kann, fehlt nur noch die Baugenehmigung. go

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