Kirchhellen
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen und der Leitende Polizeidirektor Jürgen Häusler stellen den Kriminalitätsbericht 2025 vor.Foto: Polizei Recklinghausen / C. Seidel

Kriminalstatistik 2025: Mehr Fälle in Bottrop trotz Gesamtrückgang

Schwere Gewaltstraftaten nehmen ab, ebenso Sexualdelikte - Doch Straßenkriminalität und Auto-Diebstähle steigen im Stadtgebiet

Kirchhellen -

Am Montag (2. März) hat das für Bottrop zuständige Polizeipräsidium Recklinghausen den Kriminalitätsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Für das vergangene Jahr wurden rund 1.000 Straftaten weniger verzeichnet. Mit insgesamt 54.012 (-1,83 Prozent) registrierten Straftaten ist dies der niedrigste Stand der Gesamtkriminalität seit dem Jahr 2021, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Recklinghausen.

In Bottrop gibt es allerdings einen Anstieg der Fallzahlen: Insgesamt gab es 429 Straftaten mehr als im Jahr 2024. Auch die Anzahl der Raubdelikte sowie die Straßenkriminalität sind erhöht. Hierbei handelt es sich überwiegend um Diebstahl an oder aus Kraftfahrzeugen, was beide Anstiege bedingt.

Positive Entwicklung

Schaut man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre an, liegen die Zahlen der Straßenkriminalität trotzdem heute noch unter dem Wert von vor zehn Jahren. Innerhalb dieses Bereichs machen Diebstahldelikte den größten Anteil aus. „Unterm Strich lässt sich feststellen, dass sich Delikte der Straßenkriminalität deutlich häufiger gegen Sachen richten als gegen Menschen“, sagt der Leitende Kriminaldirektor Jürgen Häusler.

Eine positive Entwicklung zeigt die Anzahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (- 1,73 Prozent) sowie die Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Bottrop. Hier sind die Fallzahlen innerhalb eines Jahres von 18 auf 13 gesunken, was einen Unterschied von rund 28 Prozent ausmacht. Auch die Aufklärungsquote ist in beiden Bereichen leicht gestiegen.

Rückgang der Kriminalität

Allgemein seien Straftaten, die mit erheblicher Gewaltanwendung oder schweren Folgen für die Opfer einhergehen, zurückgegangen – nahezu um sieben Prozent. „Das ist ein positives Signal“, betont Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Gerade diese Straftaten beeinflussen das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger in besonderem Maße.“

Was ebenfalls für ein sicheres Gefühl der Bottroper sorgen könnte: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist weiter gesunken. Mit 164 Fällen im Jahr 2025 liegt der Wert weit unter dem von 2016. Damals waren es noch 382. Ein Tief gab es im Jahr 2021, als lediglich 129 Wohnungseinbrüche verzeichnet wurden. Dafür gab es rund 40 Prozent mehr Ladendiebstähle im Stadtgebiet, während der Taschendiebstahl leicht rückläufig ist (- 8,91 Prozent).

In den Kirchhellener Ortsteilen bleiben mit Blick auf das vergangene Jahr insbesondere die Einbruchsserien in Einrichtungen wie die Kirche St. Mariä Himmelfahrt, einige Kindergärten sowie auch das Kinder- und Jugendkulturhaus F! in Erinnerung. Ein Schock für die Gemeinde war der Diebstahl der 550 Jahre alten Kirchenglocke in Feldhausen.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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