Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Die Geschichte hinter dem neuen Radweg an der Gahlener Straße

Ein Radweg, für den über 30 Jahre lang gekämpft wurde: Heimatradler und Mitglieder der Bürgerinitiative „Radweg an der L 104“ feiern ihren Erfolg

Kirchhellen -

Erst kürzlich wurde der Radweg an der Gahlener Straße frühzeitig fertiggestellt und für die Radfahrer freigegeben. Als eine sichere Verbindung zwischen Kirchhellen und Schermbeck wurde der Radweg von vielen Anwohnern gewünscht. Der Weg dahin war lang und steinig.

Bereits im Jahr 2019 wurde das erste Teilstück auf Seiten der Gemeinde Schermbeck fertiggestellt. Auf dem Weg dorthin gab es Hindernisse und die Geschichte begann bereits vor über 30 Jahren. Antonius Jansen war lange Zeit Einzelkämpfer und setzte sich für die Erschließung eines Radwegs an der L 104 ein. Immer wieder gab es einzelne Personen wie ihn und kleine Gruppen, die Anträge stellten und in Gesprächen sowie Ortsterminen auf die Notwendigkeit dieses Radwegs verwiesen. Innerhalb dieser Jahrzehnte wechselten auch die Zuständigkeiten für die Flächen.

Auf einer kleinen Feier auf dem Hof Scheier, der direkt an der Gahlener Straße liegt, wurden Mitglieder und Initiatoren jetzt eingeladen, um den Erfolg zu feiern. Dabei kamen etwa 30 eifrige Radfahrer zusammen, die den neuen Radweg zusammen begingen und anschließend bei einem geselligen Beisammensein an frühere Zeiten erinnerten. Denn nach Jahrzehnten des Einzelkampfs, bildete sich die Bürgerinitiative erst im Jahre 2012.

Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

„Das war ein entscheidender Moment. Gemeinsam konnten wir alle zuständigen Gremien überzeugen“, sagt Jansen. Mit Zusage des Regionalverbands Ruhr und der Mitglieder des Planungsausschusses, Landtagsabgeordneten, dem Verkehrsministerium und des Oberbürgermeisters der Stadt Bottrop Bernd Tischler, erfolgte am 13. Dezember 2013 der Durchbruch: Der RVR priorisierte die Erschließung des Radwegs und sicherte damit die Finanzierung ab.

„Mit Plakaten standen wir vor dem Ruhrparlament, fuhren zu allen Sitzungen und sind dabei nicht auf taube Ohren gestoßen“, erinnert sich Ferdinand Butenweg. „Wir haben Anerkennung dafür erfahren, dass wir für und nicht gegen eine Sache kämpfen. Als alle Parteien dann an dem Tag im Dezember einstimmig für den Radweg stimmten, war Initiator Antonius Jansen nicht dabei.“ Der feierte nämlich seinen 70. Geburtstag. Oberbürgermeister Bernd Tischler überbrachte dann persönlich die Nachricht.

„Diesen Tag werde ich nie vergessen. Ein schöneres Geschenk hätte ich mir nicht wünschen können“, so Jansen. Es folgten Jahre der Planungen, Grundstücksverhandlungen und Zuständigkeiten, bis im Oktober 2019 zunächst mit den Bauarbeiten auf Gahlener Gebiet begonnen wurde. Knapp zehn Jahre nach Gründung der Initiative begann auch der Bau auf Kirchhellener Gebiet. Und was machen die Mitglieder jetzt, wo sie ihr Ziel erreicht haben? „Das ist eine hervorragende Frage. Aber eins ist sicher: Das war noch nicht alles“, betont Butenweg.

Zurück

Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

Diesen Artikel teilen