Bekannt wurde er in Kirchhellen vor allem als langjähriger Rektor der Gregorschule. Doch auch sein jahrzehntelanges Ehrenamt bei der Caritas, einige Jahre beim VfB Kirchhellen sowie fast 30 Jahre im Vorstand des hiesigen Heimatvereins haben ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Dorflebens gemacht. Auch seine Frau Wilma war stets engagiert und gab ihm Rückendeckung: „Ohne sie wäre all das nicht möglich gewesen.“
Waldarbeit und Gemeinschaft
Die Geschichte von Pawliczeks Waldarbeit begann bereits Ende der 1980er Jahre, als er an der Gründung einer Ortsgruppe der Deutschen Waldjugend beteiligt war. Schon damals nahm ihn Heinrich Tenhumberg, der 1995 als „Vater des Waldpädagogischen Zentrums“ in die Geschichte eingehen sollte, unter seine Anleitung. Über all die Jahre hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) viel Unterstützung erfahren, für die Pawliczek immer dankbar sein wird.
Für ihn war die Freude der Kinder stets der Lohn. „Das Leuchten in ihren Augen“, beschreibt Pawliczek das Gefühl. Außerdem sei das Wir-Gefühl der Ehrenamtlichen etwas Besonderes: „Wer sich engagiert, profitiert auch von dem Miteinander, der Geselligkeit und der gegenseitigen Unterstützung.“
Über Jahrzehnte habe er gesehen, wie aus Kindern, die er entweder in der Schule unterrichtete oder bei der Pflanzung ihres ersten Baumes begleitete, Erwachsene wurden. „Heute sind es Ärzte oder Handwerker“, so Pawliczek. „Wenn ich ihnen in die Augen sehe, erkenne ich sie manchmal wieder.“
Neuer Vorsitzender gewählt
Pawliczeks Nachfolger ist kein Unbekannter: Klaus Schlücking. Der 69-Jährige ist Sonderpädagoge, arbeitete danach aber viele Jahre bei der Arbeitsagentur in Bottrop. „Dadurch pflegen wir schon lange guten Kontakt“, sagen die beiden. Seit drei Jahren ist er in Rente, hat als Helfer bei den Pflanzaktionen SDW-Luft geschnuppert und möchte sich nun als Vorsitzender einbringen. „Im kommenden Jahr kommt sogar mein Enkel in das Waldpädagogische Zentrum“, so Schlücking. „Die Arbeit hier ist sehr wertvoll für die Kinder.“
Natürlich steht ihm dabei sein erfahrener Vorgänger mit Rat und Tat zur Seite. „Wenn meine Hilfe gebraucht wird, werde ich da sein“, verspricht Peter Pawliczek. Auch bei Aktionen wie den Pflanzungen des Jahrgangswaldes wird er weiter mithelfen. Schließlich begleitet er diese schon seit mittlerweile 28 Jahren. Doch die große Verantwortung hat er nun abgegeben. Man darf gespannt sein, wo er sich als Nächstes engagiert.