Kirchhellen
Foto: Privat
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Endlich tut sich etwas am Alten Postweg

Bei starkem Regen steht regelmäßig im Bereich Alter Postweg/An der Harre das Wasser - Jetzt hat die Stadt einen Plan

Kirchhellen -

Zuletzt musste die Feuerwehr Bottrop während des Orkans Zeynep mehrfach ausrücken, um den Wassermassen Herr zu werden. Und auch, wenn die Anwohner bereits tragischerweise gewohnt sind, dass sich der Bereich Alter Postweg/An der Harre regelmäßig zu einem See entwickelt, wächst der Unmut.

Foto: Feuerwehr Bottrop
Foto: Feuerwehr Bottrop

Während der enormen Starkregenereignisse im vergangenen Sommer waren sie teilweise von der Infrastruktur abgeschnitten, weil kein Durchkommen möglich war. Stephan Konkel, Anwohner des Alten Postweg, sagt: „Man kommt nicht weg, muss woanders parken, Post und Zeitung erreichen uns nicht. Es ist immer wieder das gleiche.“ Jetzt ein Lichtblick: Die Verwaltung der Stadt Bottrop schmiedet Pläne für die kommenden Monate, die die Situation massiv verbessern soll.

Sandsäcke sollen der Vergangenheit angehören

Bis zu 40 Zentimeter hoch steht hier teilweise das Wasser. Anwohner müssen ihr Hab und Gut mit aufgereihten Sandsäcken schützen. Der neue Plan von Verwaltung und Tiefbauamt soll die Situation für Anwohner und Autofahrer verbessern. Straßen.NRW reinigt vor Ort regelmäßig die Entwässerungsanlagen, doch besser wurde es dadurch nicht wirklich. Also was tun? Baudezernent Klaus Müller erläutert die Idee: „An der tiefsten Stelle soll ein Schacht entstehen, in dem das Regenwasser sich sammeln kann. Schließlich wird ein Rohr unterhalb der Straße verlegt, damit das angestaute Wasser auf die östliche Seite transportiert wird, um sich wiederum dort in einem weiteren Schacht zu sammeln. Schließlich kann das Wasser dann in den überirdisch gelegenen Breilsbach abgeführt werden.“ Man wolle sich als Stadt einbringen und die Situation für die Anwohner verbessern, heißt es.

Positive Aussichten für betroffene Anwohner

Der Fachbereich Tiefbau hat eine Simulation erstellt, um herauszufinden, an welcher Stelle dieser Plan Sinn machen kann. Die beiden Schächte können dann als eine Art Rückhaltebecken fungieren, um die Entwässerung der Straße über ein Rohrsystem realisieren zu können. „Was den Umfang der Arbeiten angeht, ist das mit Straßen.NRW bereits abgesprochen“, erklärt der Baudezernent. Weitere Planungsgespräche folgen in Kürze. Da es sich um eine relativ kostengünstige Methode handelt, müssen die Anwohner voraussichtlich keine Beiträge für die Maßnahme zahlen. Da das angesammelte Wasser auch von städtischen Straßenflächen stammt, könne man nicht die ganze Schuld Straßen.NRW in die Schuhe schieben, meint Klaus Müller.

Die Konkretisierung der Planung steht noch aus – einiges muss berücksichtigt werden. Sollte allerdings alles so laufen wie gedacht, steht einer zeitnahen Umsetzung nichts im Wege. „Es soll etwas passieren, bevor die starken Regenphasen wieder einsetzen. Nach Möglichkeit ist im Herbst alles fertig“, sagt Klaus Müller.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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