Kirchhellen
Die Teilnehmenden erkundeten mit dem Fahrrad ihre Heimat und lernten, sich in Kirchhellen zu orientieren.Fotos: Valerie Misz

Ferien voller Erlebnisse: Kinder entdecken Kirchhellen

27 Kinder erleben im Jugend-Kloster kreative Workshops, Natur und Gemeinschaft - Und lernen dabei spielerisch, Verantwortung zu übernehmen

Kirchhellen -

In der zweiten Osterferienwoche war im Kirchhellener Jugend-Kloster wieder einiges los. Insgesamt 27 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren verbrachten dort vier erlebnisreiche Tage mit einem vielfältigen Programm. Unter dem Motto „Mittendrin statt nur dabei“ entdeckten sie ihre Heimat auf unterschiedliche Weise, während die Älteren gleichzeitig behutsam an mehr Verantwortung herangeführt wurden. Warum das so bedeutend ist, zeigte sich im Verlauf der Tage immer wieder.

In kreativen Workshops gestalteten die Teilnehmenden Mosaike, bauten eigene Vogelhäuser und fertigten farbenfrohe Blumenstecker für Garten, Balkon oder Zimmerpflanzen an. Ein weiteres Highlight war ein selbst entwickelter Parcours im Wald rund um das Kloster. Die Kinder und Jugendlichen planten die Stationen eigenständig, überlegten sich Aufgaben und testeten verschiedene Varianten. „Alle haben sich eingebracht und ihre Ideen umgesetzt“, erklärt der pädagogische Mitarbeiter Kai Underberg.

Auch eine rund 15 Kilometer lange Fahrradtour durch verschiedene Ortsteile Kirchhellens stand auf dem Programm. Dabei konnten die Kinder ihre Umgebung besser kennenlernen. Für Abwechslung sorgten kleine Aktionen entlang der Strecke, etwa ein Kartoffelschäl-Wettbewerb auf dem Hof Miermann. „Uns war wichtig, dass die Kinder lernen, sich im Ort zu orientieren: Wo sind wir gerade? In welcher Richtung liegt der Ortskern?“, so Underberg.

Auch die Hüpfburg durfte nicht fehlen. Während der freien Spielzeit haben die Kinder besonders Spaß.

Am Donnerstagvormittag ging es schließlich auf den Kirchhellener Wochenmarkt, wo die Gruppe das bunte Treiben erlebte. Den traditionellen Abschluss bildet ein gemeinsamer Gottesdienst mit Eltern, Großeltern und Geschwistern. Dort präsentierten die Kinder, was sie in den vergangenen Tagen erlebt und gestaltet haben.

Besonders wertvoll sei das Miteinander von jüngeren und älteren Teilnehmenden, betont Underberg. Das Jugend-Kloster lebt vom Engagement Ehrenamtlicher und motivierter Jugendlicher, die später selbst Gruppenstunden oder Workshops leiten möchten. Voraussetzung dafür ist eine Teamer-Ausbildung, für die bereits einige Interesse gezeigt haben. „Wir beziehen die Älteren gezielt ein und fördern so unseren eigenen Nachwuchs“, sagt Underberg.

Gerade bei Ferienprogrammen erhalten die Jugendlichen die Chance, sich in einem geschützten Rahmen auszuprobieren. Schritt für Schritt können sie mehr Verantwortung übernehmen, eigene Angebote planen oder Gruppen begleiten. „Das ist enorm wichtig, denn Nachwuchs wird überall gebraucht“, erklärt der Pädagoge. So sammeln sie erste Erfahrungen und lernen, wie es sich anfühlt, Verantwortung zu tragen.

Die Anmeldungen für die Sommerferien starten schon bald. Kurz nach den Osterferien finden Interessierte alle Informationen unter www.jugend-kloster.de. In den drei Ferienwochen entsteht eine eigene kleine „Stadt“ am Kloster, in der die Teilnehmenden spielerisch Demokratie erleben, ihre Ideen einbringen und unterschiedliche Rollen übernehmen können.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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