Einrichtungsleiterin Dagmar Thimm begrüßte die Gäste und machte deutlich, wie stolz sie auf das sei, was im Lorenz-Werthmann-Haus, das liebevoll als „Kleinod“ bezeichnet wird, erreicht wurde: „In 25 Jahren hat sich im Bereich der Pflege einiges getan. Die Anforderungen an das Personal sind stetig gewachsen. Das hier ist ein kleines Haus, was auch wirtschaftliche Herausforderungen mit sich bringt. Wir sind gemeinsam unseren Weg gegangen und sind immer noch hier“, betonte Thimm.
Pflegekonzept mit Weitsicht
Eröffnet wurde die Einrichtung im Jahr 2001 als erste vollstationäre Pflegeeinrichtung in Kirchhellen. Der Vorsitzende des Caritasverbandes Bottrop, Alexander Hohler, erinnerte daran, dass ursprünglich eine deutlich größere Einrichtung mit mehr als 100 Pflegeplätzen geplant gewesen war. Die Bedarfsplanung habe jedoch gezeigt, dass ein kleineres Konzept besser zu Kirchhellen passe.
„Die Planer hatten Weitsicht und haben mit dieser Einrichtung einen Ort mit kleinen, familiären Wohneinheiten und persönlicher Atmosphäre geschaffen“, sagte Hohler.
Grundlage dafür ist das sogenannte „Kleeblatt“-Konzept, das später auch im Haus St. Johannes umgesetzt wurde. Kleine Wohngruppen mit überwiegend Einzelzimmern, ergänzt durch zwei Doppelzimmer für Ehepaare oder Gäste der Kurzzeitpflege, bilden den Kern der Einrichtung. Hinzu kommt eine gemeinsame Wohnküche, in der die Bewohner den Speiseplan mitgestalten und sich aktiv am Alltag beteiligen können. „Gemeinschaft, Selbstbestimmung und Nähe prägen das Haus bis heute“, so Thimm
Würdigung und Zukunft
Hohler würdigte im Rahmen des Jubiläums nicht nur die Bewohnerinnen und Bewohner, sondern auch die Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen und die enge Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. „Sie alle gestalten das Leben hier vielfältig und bunt. Durch dieses Engagement werden Begegnungen geschenkt.“
Auch Pastor Christoph Potowski fand während des Jubiläumsgottesdienstes anerkennende Worte. Er hob besonders den Einsatz der Mitarbeitenden hervor: „Es gibt Menschen, die hier wohnen. Und es gibt Menschen, die hier tätig sind, Tag und Nacht, manchmal auch über ihre Kräfte hinaus. Und immer da, wo Menschen sind, passiert auch Menschliches.“ Mit Blick auf die Zukunft ergänzte er: „Man muss die Zeichen der Zeit sehen, erkennen und mit ihnen gehen.“
Passend zum Jubiläum wartete auf die Bewohnerinnen und Bewohner ein buntes Programm. Gemeinsam wurde gesungen, der Chor St. Johannes sorgte für musikalische Unterhaltung und ein reichhaltiges Mittagsbuffet lud zum gemeinsamen Essen ein. Der Heimatverein bot Rikschafahrten an, der DRK-Kindergarten begeisterte mit einem Auftritt und am Nachmittag standen Waffeln und Donuts bereit. Den Abschluss des Festtages bildete ein gemeinsames Grillen.