Jeweils 90 Kinder haben in der ersten und zweiten Ferienwoche die Gelegenheit, Zirkusluft zu schnuppern. Dafür sorgen zum einen die Cassellys, die bereits in achter Generation in der Manege stehen, sowie das Team des Spielmobils des städtischen Jugendamtes. Am Montagmorgen (30.3.) um 10 Uhr sollte dann eigentlich mit großem Trara die Zirkuswoche im Zelt starten. Doch es gab keinen Strom.
Die Manege war dunkel, die Zelte kalt. „Ohne Licht und Heizung konnten wir nicht starten“, sagt Nina Klaus vom Jugendamt. Aufgefallen war das Problem bereits am Abend zuvor. Erst zu später Stunde konnte das Team des Spielmobils den Fehler an die Stadt Bottrop und die ELE melden. Schon am frühen Morgen des nächsten Tages waren die Elektriker vor Ort, um den Sicherungskasten wieder zum Laufen zu bringen. „Für die Kinder haben alle alles gegeben“, freuen sich die Veranstalter.
Mit nicht einmal einer Stunde Verspätung ertönten dann die ersten Lieder aus der Anlage im Zirkuszelt und lockten die Kinder sowie ihre Eltern herein. Die Zirkusfamilie begrüßte gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs und dem Spielmobil-Team die kleinen und großen Besucher. Wie üblich wurden die verschiedenen Disziplinen vorgestellt.
Bei der Frage, wer denn zum ersten Mal dabei ist, hoben sich nur vereinzelt kleine Hände. Als es darum ging, wer schon einmal beim Mitmachzirkus war, war das Getöse und Gegröle groß. Schon seit fast drei Jahrzehnten ist die Aktion ein fester Bestandteil der Kindheit unzähliger Kirchhellener. Auch Dierichs beschreibt seine Zeit als Clown beim Ferienzirkus als einen Höhepunkt seines Lebens.
Diese wertvollen Erinnerungen schaffen nun auch die nächsten Kinder. Ob auf dem Trapez, als Fakir, Jongleur, Clown, Seiltänzer oder Bodenakrobat – bei Johnny Casselly werden Träume wahr. In den Pausen steht auch wieder ein buntes, kreatives Programm auf dem Plan. Darüber hinaus kann auf der Fläche am Josef-Terwellen-Platz nach Herzenslust gespielt werden. Auch Kinder, die nicht an dem Programm teilnehmen, können zum Spielen vorbeikommen, sagt Nina Klaus.
Vier Tage lang wird nun gelernt und geprobt, bevor an den kommenden zwei Samstagen die Gala-Vorstellungen stattfinden, bei denen sich Eltern und Freunde von den Darbietungen überzeugen können.