An insgesamt fünf Nachmittagen treffen sich acht Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig für das Projekt gemeldet haben, gemeinsam mit ihren Großeltern in der Schule. Zusammen gestalten sie ein digitales Fotobuch und setzen sich dabei intensiv mit Medienarbeit auseinander. „Es kommt nicht häufig vor, dass Großeltern die Gelegenheit haben, die Schule ihrer Enkel so kennenzulernen“, erklärt OGS-Leiterin Anne Blome.
Von den Fördermitteln konnten unter anderem iPads angeschafft werden, die dank der Unterstützung der Stadt Bottrop bereits in das schulische System integriert sind. Schule und Offener Ganztag bündeln für das Projekt ihre Ressourcen. Unterstützt werden die Workshops durch Ehrenamtliche der AWO, die Schulsozialarbeit sowie Medienscout Justus vom Vestischen Gymnasium.
Die Projektnachmittage beginnen jeweils mit einem Quiz, etwa zur Geschichte der Medien oder zur Bedeutung von Emojis. Dabei zeigt sich schnell: Während die Großeltern beim historischen Wissen punkten, sind die Kinder bei digitalen Themen klar im Vorteil. „Ich lerne hier viel von meiner Enkelin“, sagt Oma Wali über die zehnjährige Jaydra. „Das Projekt hilft mir, am Leben der Kinder dranzubleiben.“
Auch für die Kinder bietet das Projekt besondere Momente. Viele genießen die gemeinsame Zeit mit ihren Großeltern, die sie im Alltag oft mit Geschwistern teilen müssen. „Es ist schön zu beobachten, wie vertrauensvoll die Generationen miteinander umgehen“, betont Anne Blome.
Nachhaltiges Projekt
Die Ehrenamtlichen der AWO ziehen ebenfalls ein positives Fazit. „Die Kinder lernen und geben ihr Wissen gleichzeitig weiter“, sagt Willi Kaminski, stellvertretender Vorsitzender des Bottroper Kreisverbands. „Da die technischen Ressourcen nun vorhanden sind, kann das Projekt nachhaltig fortgeführt werden.“
Ergänzt wird das Angebot durch einen Informationsabend für Eltern der dritten und vierten Klassen. Eine Medienpädagogin informiert dort über den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien und die Frage nach dem richtigen Alter für ein erstes Smartphone. „Es geht darum, Kinder frühzeitig für das Internet zu sensibilisieren“, so Blome. In der vertrauten Zusammenarbeit mit den Großeltern gelinge das besonders gut. Zum Abschluss erhalten alle Teilnehmenden ein Zertifikat sowie ihr selbst gestaltetes digitales Fotobuch als bleibende Erinnerung.