Der Heidhof vereint drei zentrale Bereiche: den Forstbetrieb, die umweltpädagogische Station und den Tourismus. Während der gesamten Bauzeit bleibt der Betrieb bestehen. So kann die Station weiterhin für Bildungsangebote genutzt werden und Besucher behalten ein attraktives Ausflugsziel. „Wenn wir das Angebot für zwei Jahre pausieren würden, wäre es schwer, danach wieder anzuknüpfen“, erklärt Nina Frense, RVR-Beigeordnete für Umwelt und Grüne Infrastruktur.
Umbau und Entwicklung
Gleichzeitig soll der besondere Charme des Standorts erhalten bleiben. Die Geschichte des Heidhofs reicht bis ins Jahr 1980 zurück, als der damalige Kommunalverband Ruhr das Gelände mit 160 Hektar Fläche erwarb. Seitdem hat sich der Standort stetig weiterentwickelt: „Früher stand der Forstbetrieb im Mittelpunkt, heute ist es vor allem die Naherholung“, sagt Oliver Seidel, RVR-Referatsleiter für Liegenschaften und Hochbau.
Mit dem ersten Bauabschnitt beginnt nun der Umbau einer bestehenden Remise zu einem etwa 320 Quadratmeter großen Waldlabor. Geplant sind rustikale Klassenräume, die Innen- und Außenraum miteinander verbinden, sowie eine großzügige Lehrküche. Auch die bisherige Scheune wird modernisiert und künftig als Holzwerkstatt, Lager und Werkraum genutzt. Beide Gebäude sollen im Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.
Anschließend folgt die Sanierung des Haupthauses. Auf rund 1.100 Quadratmetern entstehen moderne naturwissenschaftliche Unterrichtsräume, verbesserte Arbeitsbereiche für die 15 Mitarbeitenden des Betriebs sowie ein großes Foyer als Informations- und Orientierungspunkt.
Übergangslösung geplant
Für die Übergangszeit werden Container aufgestellt, um Sanitäranlagen und Verpflegung sicherzustellen. Ein Kiosk-Container wird bereits zu Ostern in Betrieb genommen, sodass Besucher zum Saisonstart versorgt sind. Künftig befindet sich dieser näher am Spielplatz.
Bei gesicherter Finanzierung plant der RVR ab 2028 zudem einen neuen Kiosk mit Sitzgelegenheiten sowie eine zusätzliche Remise für Fahrzeuge des Forstbetriebs. „Im besten Fall schließen wir die komplette Modernisierung bis zum Spätsommer 2029 ab“, sagt Oliver Seidel optimistisch.