Die Eröffnung eines eigenen Restaurants war schon immer der Traum des 29-jährigen Arnes Cejvanovic. Zwar stammt er aus einer waschechten Gastronomenfamilie, doch sein Weg zum Restaurantinhaber war nicht gradlinig.
Vater-Sohn-Duo
Es ist der Traum vieler – und doch wagen ihn nur wenige: den Schritt in die Selbstständigkeit, in eine Branche, die als ebenso hart wie leidenschaftlich gilt. Er ist eigentlich gelernter Altenpfleger, berichtet Arnes. In seiner Jugend war er im Laden seines Vaters tätig, doch der riet ihm, zunächst eine sichere Ausbildung zu absolvieren. Der Kontakt zu Menschen habe ihm schon immer viel Freude bereitet. Nach einigen Jahren als Messegastronom konnte er sich ein solides Netzwerk aufbauen und war für seinen Job in ganz Deutschland unterwegs.
In seinem eigenen Restaurant will er an vorderster Front stehen und als Ansprechpartner im Service für seine Gäste da sein. „Auch wenn ich kochen kann und das auch gerne mache, ist der Chef der Küche ein anderer“, sagt der 29-Jährige. Sein Glück: Vater Armin Weber übernimmt als Küchenchef das Ruder. Im eigenen griechischen Imbiss sammelte er jahrelange Erfahrung, war später in anderen Lokalen Chefkoch und kann sich nun im Geschäft seines Sohnes verwirklichen.
In der Messegastronomie übernahm Arnes bereits Verantwortung als Geschäftsführer. „Ich war immer unterwegs, habe viel gesehen und gelernt“, sagt er. „Irgendwann wusste ich: Ich will mein eigenes Lokal.“ Als sich schließlich die Gelegenheit bot, griff er zu, auch wenn Geduld gefragt war. Ein halbes Jahr wartete er auf die Zusage.
Ambitionierter Start
Das Konzept ist bewusst vielseitig: klassische griechische Küche, ergänzt durch neue Ideen wie eine Schnitzelkarte, Frühstück am Wochenende und einen täglichen Mittagstisch zu fairen Preisen. Besonders wichtig ist ihm dabei eines: Qualität. „Alles ist frisch, jeden Tag“, betont er. Auch regionale Partner spielen eine große Rolle.
Während viele andere Gastronomien vor allem vor einer schwierigen Personalsituation stehen, sieht der neue Betreiber hier kein Problem: Seine Jahre in der Branche haben dazu geführt, dass er schon direkt zu Beginn zahlreiche Mitarbeiter für sich gewinnen konnte und am Ende sogar die Qual der Wahl hatte.
Die Taverna Ikaros hat seit Anfang April montags bis freitags von 12 bis 22 Uhr, samstags und sonntags für das Frühstücksangebot von 9 bis 12 sowie am Wochenende von 12 bis 22 Uhr geöffnet.