Dabei handelt es sich um ein Fahrrad, das vorne eine Sitzbank für zwei Personen hat. Der Fahrer tritt wie bei einem normalen Fahrrad in die Pedale. Die Gäste sitzen bequem und können die Rundfahrt genießen. Ursprünglich stammt die Rikscha aus dem asiatischen Raum, findet aber gerade in Tourismus-Hochburgen auch in Deutschland Verwendung.
Vor rund einem Jahr kam der Verein auf die Idee. Durch die Unterstützung der Söller Stiftung, der Vereinten Volksbank, des Stadtteilfonds sowie des örtlichen Fahrradgeschäfts Fiele konnte die Rikscha nun angeschafft und der Öffentlichkeit präsentiert werden. „Wir haben sehr starke Unternehmen im Ort, auf die wir mit spontanen Ideen zukommen können“, freut sich der ehemalige Bezirksbürgermeister Schnieder.
Rikscha für Stadtteil
Mit den Förderungen ist auch das Zubehör abgedeckt, wie etwa Helme, Sichtdreiecke und eine Abdeckung. Für eventuelle Reparaturen und Wartungen hat der Verein mit Christian Fiele einen guten Partner an seiner Seite. Die Sicherheit der Beteiligten steht im Mittelpunkt, daher werden alle Fahrer eine Art Rikscha-Führerschein absolvieren, um zu lernen, wie sich das Rad in Kurven und unter verschiedenen Bedingungen verhält, etwa bei unterschiedlichem Gewicht der Mitreisenden.
Lediglich ein geeigneter Unterstand wird auf Dauer noch gesucht. Bislang haben sich rund 20 Freiwillige gefunden, die sich bereit erklären, als Fahrer zu fungieren. Beginnen möchte man mit den Seniorenheimen, von wo aus die 30- bis 45-minütigen Fahrten durch Kirchhellen starten sollen. Künftig soll es auch möglich sein, Privathaushalte anzufahren und Senioren mit Begleitperson mitzunehmen.
Oberbürgermeister Matthias Buschfeld findet lobende Worte: „In Kirchhellen wird das Engagement besonders großgeschrieben. Wie viele Menschen hier ihre Zeit für das Gemeinwohl aufbringen, darauf können wir sehr stolz sein.“ Auch Bezirksbürgermeister Hendrik Dierichs, der mit diesem Amt den Kuratoriumsvorsitz der Söller Stiftung übernommen hat, freut sich: „Dieses Projekt haben wir außerordentlich gerne unterstützt.“
Wer mehr über das Angebot erfahren oder sich sogar als Freiwilliger beteiligen möchte, kann sich per E-Mail an ludgerschnieder@gmx.de wenden. „Die Rikscha-Fahrten sollen vor allem Freude bereiten, den Fahrern wie auch den Gefahrenen“, betont Ludger Schnieder.