Kirchhellen
Floristin Petra Timmerhaus hat sich für ihr Blumengeschäft Blütenzauber an der Hauptstraße 33 einen digitalen Bezahlautomaten angeschafft.Fotos: Aileen Kurkowiak

Sonntags spontan Blumen kaufen: Blütenzauber macht’s möglich

Digitaler Bezahlautomat, Blumen auch nach Ladenschluss: Blütenzauber an der Hauptstraße setzt auf neue Technik und mehr Flexibilität für Kunden

Kirchhellen -

Floristin Petra Timmerhaus geht mit ihrem Blumengeschäft Blütenzauber an der Hauptstraße 33 einen neuen Schritt in Richtung Digitalisierung. Seit dem Jahreswechsel steht dort ein moderner Bezahlautomat, der Kundinnen und Kunden künftig mehr Flexibilität beim Blumenkauf bieten soll – und zugleich das Team entlastet.

Beratung vor Ort unverzichtbar

Die Idee dafür ist nicht neu. „Schon vor etwa zwei Jahren habe ich über eine Lösung in diese Richtung nachgedacht“, erzählt Timmerhaus. Damals hatte sie zunächst einen klassischen Blumenautomaten im Blick, der außerhalb des Geschäfts aufgestellt wird und aus dem man sich frische Sträuße kaufen kann. Doch die Nachteile überwogen: hohe Anschaffungskosten, ein großer Stromverbrauch und eine hohe Anfälligkeit für Beschädigungen. „Das war für mich am Ende keine gute Lösung“, sagt die Floristin.

Stattdessen entschied sie sich für einen digitalen Bezahlautomat im Laden. Ziel war es, etwas zu schaffen, das sie selbst sowie ihre zwei Mitarbeiterinnen im Alltag unterstützt, vor allem in arbeitsintensiven Phasen wie der Hochzeitssaison, wenn Großaufträge viel Zeit binden.

Der Bezahlautomat steht bereits seit dem Jahreswechsel, die Installation des Rolltors soll jetzt im Frühjahr erfolgen und den Kauf außerhalb der Öffnungszeiten spätestens ab Ostern ermöglichen.

Der Automat soll jedoch weder Arbeitsplätze ersetzen noch die persönliche Beratung verändern. „Die Beratung vor Ort bleibt selbstverständlich“, betont Petra Timmerhaus. Vielmehr versteht sie das System als zusätzliches Angebot: Wer nicht warten möchte, weil die Schlange lang ist oder eine Mitarbeiterin gerade in einem Beratungsgespräch steckt, kann selbstständig bezahlen, ähnlich wie an den Selbstbedienungskassen im Supermarkt, an die sich viele Kundinnen und Kunden längst gewöhnt haben.

Für den Blumen-Notfall

Im nächsten Schritt soll der Automat noch mehr ermöglichen: den Blumenkauf außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Diese sind derzeit montags bis freitags von 8.30 bis 13 Uhr sowie von 14 bis 18 Uhr und samstags von 8.30 bis 13 Uhr. Um den Zugang zu regeln, lässt Petra Timmerhaus im Frühjahr ein Rolltor in der Mitte des Geschäfts einbauen, das den Verkaufsbereich von der sonst besetzten Kasse abtrennt. So können Kundinnen und Kunden auch dann ins Geschäft gelangen, wenn offiziell geschlossen ist, etwa am Sonntag, um kurzfristig einen frischen Blumenstrauß zu besorgen.

Der Zugang erfolgt über das Einführen der EC-Karte an einem Öffnungssystem an der Tür. Zur Sicherheit wird außerdem eine Überwachungskamera installiert. Bargeld gibt es vor Ort nicht, sodass potenzieller Diebstahl unattraktiv ist. Wichtig war der Inhaberin vor allem, dass der Automat einfach zu bedienen ist. „Man soll sich keine extra App installieren müssen oder ähnliches“, sagt sie. Kartenzahlung sowie das Einlösen von Gutscheinen sind möglich. Einfach Barcode scannen oder Produkt suchen, fertig.

„Das macht in vielen Hinsichten flexibel und eröffnet mehr Möglichkeiten“, fasst die Floristin zusammen. Noch befinde man sich in einer Phase des Herantastens. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Blumenverkauf außerhalb der Öffnungszeiten spätestens ab Ostern möglich sein.

Zurück

Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

Diesen Artikel teilen