Daraufhin folgten Wochen der intensiven Auseinandersetzung. In der OGS wurden Dokumentarfilme gezeigt, Bücher gelesen und auch aktiv Maßnahmen ergriffen. „Wir haben in Feldhausen mit den Kindern Müll gesammelt. Innerhalb kürzester Zeit waren drei Säcke gefüllt. Das war schon erschreckend“, erzählt die pädagogische Mitarbeiterin Agnes Sieg. Es sei wichtig den Kindern schon in jungen Jahren ein Bewusstsein für den ökologischen Fußabdruck zu vermitteln.
Kleine Müllkunde
Am Freitagnachmittag (18.11.) stellten die Marienkids ihre Ergebnisse im Rahmen einer kleinen Veranstaltung den Eltern vor. In der „kleinen Müllkunde“ lernten sie, welche Wege der Müll gehen kann (deponieren, verbrennen, recyceln und exportieren) und Tricks, mit denen sie selbst Müll vermeiden, wiederverwerten oder auch recyceln können. Sie bauten einen Fisch aus Plastikmüll und eine Weltkugel aus farbigen Kronkorken, die Teil der Ausstellung in Feldhausen waren.

Eindrucksvoll lasen sie mahnende Worte und beängstigende Statistiken vor. So verwiesen sie beispielsweise auf die Müllteppiche im Ozean, wie lange es dauert bis sich Plastikmüll zersetzt und wiesen auf die Gefahren von Mikroplastik für Menschen sowie Tiere hin. Zum Schluss gab es aber noch einige optimistische Worte. Noch sei es nicht zu spät, man solle auf die Welt aufpassen. Denn auch, wenn man seinen eigenen Konsum anpasst, ändert das nichts an der aktuellen Verschmutzung der Meere.
Spendenaktion für NABU
Der NABU rief das Projekt „Meere ohne Plastik“ ins Leben, mit dem vor allem die Nord- und Ostsee von Plastik befreit werden sollen. Die Präsentationsveranstaltung wurde genutzt, um zum einen darüber zu informieren, aber auch durch den Verkauf von Waffeln und Kaffee Spenden zu sammeln. „Am Ende sind 153 Euro zusammengekommen“, freut sich die OGS-Leitung Ann-Kathrin Bronkala. Nachdem Pandemiebedingt Veranstaltungen dieser Art lange nicht stattfinden konnten, freuen sich Eltern und Kinder besonders.
Die Projektwochen haben schon nach kurzer Zeit einen positiven Einfluss auf die Marienkids gehabt. Spielerisch und mit einer Menge Spaß haben sie sich mit den ernsten Themen auseinandergesetzt und ihre Resultate sichtlich stolz und voller Ernsthaftigkeit präsentiert. „Seit der Müllsammelaktion sammeln sie ständig alles auf“, resümieren die Fachkräfte zufrieden.