Kirchhellen
Für den Spender ist es nicht viel Aufwand: Die Not ist so groß, dass alle, die gesundheitlich fit sind, um eine Blutspende gebeten werden.Foto: Michelle Gordon/Pixabay

Wenig Aufwand viel Wirkung: Auch Kirchhellener dringend um Blutspende gebeten

Das DRK appelliert an alle gesunden und spendefähigen Bürger, dringend Blut zu spenden, um einem Engpass zu entgehen - Was der Kirchhellener Ortsverband rät

Kirchhellen -

Das Deutsche Rote Kreuz warnt vor einer angespannten Versorgungslage mit Blutpräparaten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. „Die Situation ist ernst. Blutspenden lassen sich nicht aufschieben“, berichtet Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienst West über die besorgniserregende Situation.

„Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken. Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten“, betont er. In Kirchhellen ist der hiesige Ortsverband des DRK für die Organisation und Betreuung von Blutspendeterminen zuständig. Das Team vor Ort unterstreicht die Dringlichkeit.

Die Gründe

„Grundsätzlich können wir zwar sagen, dass wir mit der Blutspende kurz vor Weihnachten sowie mit dem ersten Termin im neuen Jahr noch zufrieden sein können“, erläutert Nicolai Stappert-Schröer, Vorsitzender des Kirchhellener Ortsvereins. „Gleichwohl zeigt sich – wie in den vergangenen Jahren – zu Beginn des Jahres auch in Kirchhellen ein saisonaler Effekt: Erkältungs- und Grippewellen führen regelmäßig dazu, dass weniger Menschen spendefähig sind und die Spendezahlen daher erheblich niedriger ausfallen.“ Hinzu kämen aktuell die Witterungsbedingungen, die es erschweren, einen Spendetermin wahrzunehmen.

Da die Blutspendedienste des DRK fortlaufend die Krankenhäuser versorgen, sei eine stabile Spendenbereitschaft jedoch dauerhaft wichtig – unabhängig von einzelnen Terminen oder Jahreszeiten, so Stappert-Schöer. Doch was, wenn einer der Kirchhellener Termine, die im dreimonatigen Turnus stattfinden, nicht wahrgenommen werden konnte?

Jetzt helfen

„Wer gesund ist und die Möglichkeit hat, darf daher gerne auch außerhalb des eigenen Wohnortes an einem anderen DRK-Spendeort Blut spenden. Jede einzelne Spende hilft, die Versorgung aufrechtzuerhalten.“, erklärt der Vorsitzende. Der nächste Termin in der Nähe ist am 11. Februar im Ev. Martinszentrum in Bottrop und am 15. März wieder im DRK-Zentrum in Kirchhellen, gefolgt von einem Termin in Grafenwald im Pfarrheim am 19. April.

Die Auswirkungen des Engpasses sind klar messbar. Die Vorräte sinken kontinuierlich. Aktuell beträgt die Lagerreichweite nur noch rund 1,5 Tage. Erforderlich wären mindestens fünf Tage, um eine stabile Versorgung sicherzustellen, meldet der Blutspendedienst West. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, einen Termin wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.

Dabei gilt: Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr. Eine Spende, die den Spender nur fünf bis zehn Minuten kosten, kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.

Aktuelle Termine und weitere Informationen sind unter www.blutspende.jetzt zu finden. Zu einem Termin muss der Personalausweis oder der Führerschein mitgebracht werden.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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