Foto: Stadt Gladbeck

Neue Leitung an der VHS Gladbeck

Seit dem 1. August 2019 ist Dirk Langer der neue Chef an der VHS und löst Dietrich Pollmann nach 24 Jahren Amtszeit ab.

Gladbeck - Bislang war Dirk Langer an der VHS in Wesel als Fachbereichsleiter unter anderem für die Bereiche berufliche Weiterbildung und Gesundheit verantwortlich. Jetzt schaut er voller Vorfreude in seine Zukunft an der Spitze der Volkshochschule Gladbeck.

Bürgermeister Ulrich Roland freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit: „Wir können mit Dirk Langer einen neuen Leiter für unsere VHS vorstellen, der viel Erfahrung im Bereich der Erwachsenenbildung hat.“ Aber auch von Seiten Langers ist die Freude groß. „Die Volkshochschule in Gladbeck hat einen sehr guten Ruf. Das möchte ich natürlich so weiterführen“, verspricht er. Als fünfter Leiter der VHS plant er auch im Bereich Digitalisierung voll durchzustarten und somit auch an klein- und mittelständische Unternehmen heranzutreten. Beispielsweise mit Fragen nach der Zweckmäßigkeit von Drohnen und ihrer Anwendbarkeit im beruflichen Alltag von Handwerkern gibt er einen kleinen Einblick in das, was er im Kursangebot der Einrichtung demnächst erneuern möchte. „Digitalisierung ist oft ein schleichender Prozess. Mitunter vernachlässigt“, erklärt der Familienvater. Deswegen möchte er auch neue Lernkonzepte einführen, auf die sich Dirk Langer bereits gut vorbereitet hat und sie jetzt anlaufen lassen möchte.

Hierzu gehört die sogenannte „cloud“, die einen virtuellen Klassenraum darstellt. Als Herausforderungen für Dozenten und Studierende soll hier die Möglichkeit gegeben werden, sich zuhause vor dem Computer in einen Klassenraum zu begeben. Hier können die Studierenden über einen Chat miteinander kommunizieren und der Dozent kann wie gewohnt Präsentationen für die Studierenden vorstellen, als wenn man sich im Klassenraum träfe. Welchen Erfolg der virtuelle Klassenraum am Ende zeigt, bleibe dann aber abzuwarten. „Das ist eine Herausforderung für uns alle“, freut sich Dirk Langer. Am wichtigsten ist ihm aber, dass der Gedanke des Zusammenkommens bestehen bleibt. „Ich möchte auf jeden Fall verhindern, dass wir in Gladbeck diese Entzweiung erleben, wie sie in andere Städten passiert“.

Dafür möchte er auch an den Angeboten für Senioren, Sprachkursen und den EDV-Kursen weiter festhalten. „Als Bildungseinrichtung und Ort der Gemeinsamkeit ist die VHS eine wichtige Institution für die Stadt. Das muss unbedingt so bleiben“, betont Dirk Langer mehrmals. Besonders am Herzen liegt ihm ein Kurs, der sich mit der Nutzbarkeit von sozialen Medien für kleine und mittlere Betriebe auseinandersetzt. „Ich möchte so auch an Betriebe herantreten, um uns bekannter zu machen, denn Betriebsleiter und Personaler können und sollen auf uns zutreten“, fordert er. Diese Möglichkeiten richten sich an eben diese Unternehmen, die bis zu 249 Mitarbeiter beschäftigen. Dass dort eventuell nicht immer die nötigen finanziellen Grundlagen gegeben sind, um Mitarbeiter im digitalen und online Bereich zu schulen, ist dem Diplom-Sozialwissenschaftler durchaus bekannt. „Für solche Fälle bieten wir Bildungsschecks an, mit denen Unternehmen finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Euro erhalten können. Und das ist doch auch schon mal ein Anfang“, so Langer. Mit einem État von 300.000 Euro für Sachkosten hat das Kulturamt eine gute Basis für Langers Ideen geschaffen.

Gabriele Stegemann, Leiterin des Kulturamtes ist mindestens genauso erfreut wie Langer selbst, wenn sie auf das kommende Semester blickt. Wenn Langer den Raum betritt, ist neben seiner ruhigen Art vor allem eines präsent: Die stolze Körpergröße von 1,95 Meter. Nicht überraschend ist daher seine Begeisterung für Basketball. Auch sonst betätigt sich der Weseler gerne sportlich: Unter anderem gehören Fußball und Radfahren zu seinen Freizeitaktivitäten. Wenn sich Dirk Langer nicht gerade selbst sportlich betätigt, setzt er sich auch zwischendurch einfach auf sein Motorrad und erkundet die Gegend auf zwei Rädern. Ob seine beiden Kinder auch eine gewisse Affinität zu VHS-Kursen entwickeln? „Ich gebe mein Bestes.“, lacht der neue Leiter. Zwar zeigen seine beiden Sprösslinge ein gewisses Interesse an Kursangeboten, aber wie das so ist: „Kinder hören ja auch nicht immer auf ihren Vater“, zwinkert Dirk Langer. jl

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