Foto: © Mainau

Frühlingserwachen auf der Blumeninsel

Mainau in farbenprächtiger Vielfalt – Das Blumenjahr beginnt mit Tulpen und Orchideen

Gladbeck - Die erste warme Brise weht die Düfte der bunten Blumenpracht über die Insel. In der Ferne sind die noch schneebedeckten Alpengipfel zu sehen. Die Insel Mainau liegt idyllisch auf dem stahlblauen Bodensee. Das Frühlingserwachen beginnt. Die farbenreichste Jahreszeit verspricht ein Blumenfeuerwerk aus Tulpen, Narzissen und anderen Frühlingsblumen. Die Zwiebelblumen eröffnen das „Mainau Blumenjahr“.
 

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Foto: © Mainau

Mainau liegt im nordwestlichen Teil des Bodensees. Die mediterrane, subtropische und tropische Vegetation bietet ein perfektes Klima für exotische und heimische Pflanzen. Die drittgrößte Insel im Bodensee ist eine Sehenswürdigkeit in der beliebten Urlaubsregion. Mit nur drei Kilometern Inselumfang bietet sich ein entspannter Rundgang mit Blick auf den Bodensee an. Jährlich lockt Mainau 1,5 Millionen Blumenliebhaber an. Im Blumenjahr 2015 lädt die Insel ihre Gäste aus aller Welt zu einer „Reise durch Europa“ ein. Einzelne Parkbereiche sind durch landestypische Pflanzungen in europäische Regionen verwandelt. Ein Spaziergang über die Blumeninsel wird zu einer Reise durch die Gärten Europas.

Im Herzen der Insel steht das Deutschordensschloss. Ein einzigartiges Beispiel für den süddeutschen Barock, das den architektonischen Mittelpunkt von Mainau bildet. Erbaut wurde es in der Zeit von 1739 bis 1746, nach den Entwürfen von Johann Caspar Bagnato. Zu Ausstellungen, Veranstaltungen und im Bereich des Schlosscafés ist das Anwesen für Gäste zugänglich. Vom 6. März bis 3. Mai lädt die traditionelle Mainauer Frühlingsausstellung in die farbenfroh dekorierten Räume ein. Kreativ gestaltete Ostereier verschiedener Künstlerinnen und Künstler ergänzen mit zauberhaften Bildern der Konstanzer Künstlerin Haide Riedle die österlichen Wohn- und Gestaltungsideen.

Besucher, die im Frühjahr nach Mainau kommen, erwartet ein farbenfrohes Spektakel, das den Winter endgültig vergessen lässt. Bereit im Februar sind die ersten Frühjahrsblüher wie Schneeglöckchen und Winterlinge zu sehen. Ende März kommen Krokusse dazu. Schließlich erblühen auch Narzissen und Tulpen. Vor allem die 400 verschiedenen Tulpensorten begeistern mit Farb- und Formvielfalt. Die weitläufig angelegten Tulpenwiesen in der Frühlingsallee bieten den Besuchern ein beeindruckendes Bild.
 

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Foto: © Mainau

Im Palmenhaus beginnt ab Mitte März die Orchideenshow. Ein fulminanter Auftakt ins Blumenjahr. Rund 3000 Orchideenarten sind kunstvoll arrangiert und ein betörender Duft verzaubert jeden Gast.
Die Orchideenshow lockt mit einem breiten Ausschnitt der verschiedensten Orchideenarten, inklusive seltener Wildformen und wertvoller Raritäten auf die Bodenseeinsel. In diesem Jahr legen die Mainau-Gärtner einen besonderen Fokus auf die Phalaenopsis, eine bei Hobbygärtnern beliebte Gattung. Unter dem Titel „Kinder der grünen Hölle“ lernen Besucher die Wildformen der anmutigen Schönheit kennen, entdecken faszinierende Neuzüchtungen und erfahren einiges über die Kultur der Orchideen. Die aufwendige Glaskonstruktion des Palmenhauses ist die exotische Oase der Insel. Neben den Orchideen gibt es 20 verschiedene Palmenarten zu bestaunen. Auch Orangenbäume und Papageien können hier entdeckt werden. Mit etwa 12 Grad ist es jedoch als Kalthaus konzipiert.

Tropisches Flair gibt es dagegen im Schmetterlingshaus, mit durchschnittlich 28 Grad. Beim Rundgang durch die exotische Landschaft mit einzigartiger Vegetation können die bunten Falter hautnah miterlebt werden. Im zweitgrößten Schmetterlingshaus Deutschlands fliegen 120 verschiedene tropische Tagfalter aus Asien, Afrika und Südamerika frei umher. Zeitweise sind auch Nachtfalter mit bis zu 30 Zentimeter Flügelspannweite zu sehen. Bei einer 90-prozentigen Luftfeuchtigkeit können Besucher unter anderem den Nachtfalter Atlasspinner und den neongrünen Schwalbenschwanz bestaunen.
 

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Foto: © Mainau

Für Naturliebhaber, die Ruhe und Entspannung auf Mainau suchen, ist das Arboretum der ideale Ort. Das lateinische Wort „Arbor“ bedeutet zu Deutsch „Baum“. Es ist ein kleiner botanischer Garten, der nur aus Sträuchern und Bäumen besteht. Die Sammlung von meist exotischen Gehölzen umfasst mehr als 250 Baumarten. Der eindrucksvolle Park lädt zum Verweilen und Promenieren ein. Unter riesigen Mammutbäumen, Atlas- und Libanon-Zedern, Metasequoien und Tulpenbäumen können Besucher die Ruhe genießen. Beeindruckend sind vor allem die Mammutbäume. Darunter befindet sich einer der „ältesten“ Urweltmammutbäume Deutschlands. Der aus China stammende Baum wurde 1952 als 70 Zentimeter großes Bäumchen eingepflanzt. Die Blumen­insel ist jedoch nicht nur eine Oase der Entspannung. Auch die Kinder genießen im Mainau Kinderland mit riesigen Tiernachbildungen aus echten Blumen, einem naturnahen Erlebnisspielplatz und einem Gehege mit zahlreichen Tieren die unterhaltsame Beschäftigung mit der Natur. Auf dem Wasserspielplatz können Kinder mit Flößen und einer Seilfähre spielen. Auch der Mainau Bauernhof mit einem Streichelzoo und einer Pferdebahn ist bei den jungen Gästen beliebt.Die Gastronomie auf Mainau verwöhnt Besucher mit einem abwechslungsreichen Angebot an kulinarischen Spezialitäten auf sonnigen Terrassen oder in gemütlichen Restaurants. Vom Imbiss bis zu kulinarischen Genüssen ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Schwedenschenke ist das Flaggschiff der Insel. Das im schwedischen Landhausstil angelegte Restaurant bietet den Gästen eine raffinierte Mischung aus schwedischen und regionalen Spezialitäten. Eine Krönung für jeden Mainau-Ausflug.
 

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Foto: agezici - pixelio.de

Besucher, die neben der Schönheit der Insel auch an fachmännischen Auskünften interessiert sind, können an einer Führung teilnehmen. Dabei erfährt man unter anderem auch etwas zur Geschichte der Insel. Schon 1827 begann der ungarische Fürst Esterházy mit dem Pflanzen von wertvollen exotischen und einheimischen Blumen. 1853 erwarb der Großherzog Friedrich I. von Baden die Insel Mainau als Sommersitz. Er vergrößerte den Baumbestand und ließ den italienischen Rosengarten anlegen. Heute ist die Insel im Besitz der Familie Bernadotte. 1932 wurde Mainau dem damals 23-jährigen Grafen Lennart Bernadotte übertragen. Er fand Gefallen daran, Mainau zu einen Blumenparadies auszubauen, und öffnete die Insel für Besucher. Vom 1. Mai bis zum 4. Oktober werden täglich offene Führungen angeboten. In einer Stunde zeigen Experten die schönsten und interessantesten Plätze der Insel. Neben diesen gibt es ein reichhaltiges und individuelles Angebot an Experten-Führungen. Neben Fachführungen können Gäste auch kindergerechte Touren und Weinführungen besuchen.  Die Blumeninsel Mainau ist eines der schönsten Ausflugsziele am Bodensee. Besonders im Frühjahr, wenn die Insel einem Blütenmeer gleicht, gilt Mainau als Oase für Naturschönheit, Harmonie und Entspannung. kb

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