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Kein Gegenwind zu erwarten

Die geplante Windenergieanlage am Brabecker Weg könnte noch in diesem Jahr gebaut werden – Das Genehmigungsverfahren neigt sich dem Ende entgegen

Kirchhellen - Die Energiewende ist in aller Munde und schreitet weiter voran. Auch in Kirchhellen wird verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt: Über der Wiese zwischen Brabecker Weg und Brabecker Mühlenbach soll sich nämlich in naher Zukunft ein Windrad drehen. Das Genehmigungsverfahren wird voraussichtlich im Juni 2013 abgeschlossen werden, so dass das Gladbecker Unternehmen SL Windenergie noch in diesem Jahr mit dem Bau der Anlage beginnen könnte.
 

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Auch am Brabecker Weg in Kirchhellen könnte sich bald ein 154 Meter hohes Windrad drehen.
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„Wir gehen davon aus, dass die noch ausstehenden Genehmigungen in absehbarer Zeit erteilt werden“, sagt Joachim Schulenburg, Leiter Projektentwicklung beim Windkraftunternehmen SL Windenergie, das die Anlage betreiben wird. An diesem sogenannten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren seien verschiedene Fachbehörden beteiligt, die Einzelgenehmigungen erteilen und Stellungnahmen abgeben. Diese werden zurzeit zusammengeführt und sollen bald in einem Genehmigungsbescheid konzentriert werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt sieht es so aus, dass wir die Genehmigung zum Bau der Windenergieanlage noch im Juni erhalten werden.“

Seit geraumer Zeit wurde in Kirchhellen über die Windenergieanlage diskutiert. Anwohner fürchteten eine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Anlage. Um den Eingriff in Landschaft und Natur auszugleichen, konnte das Unternehmen aber gemeinsam mit der Stadt Bottrop einen umfangreichen Katalog von Kompensationsmaßnahmen erarbeiten. „Das sind sinnvolle Maßnahmen, die einen positiven Einfluss auf das Landschaftsbild haben werden“, so Schulenburg weiter. Festgelegt wurde unter anderem, dass eine Baumreihe von Stieleichen zwischen Brabecker Straße und Brabecker Mühlenbach in zwei Metern Abstand zum Straßenrand gepflanzt werden muss. Auch die Pflege und Unterhaltung ist detailliert geregelt. Zudem sollen nördlich und südlich des Brabecker Mühlenbaches sieben und fünf Meter breite Uferstreifen aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen und zu einer artenreichen Extensivwiese entwickelt werden. Der Rohrdurchlass im Brabecker Mühlenbach wird entfernt, so dass er künftig als normaler Bach fließen kann. Zum Schutz von Fledermäusen wird der Betreiber die Anlage zwischen Mitte Juli und Ende August eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang sowie eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang anschalten. Außerdem muss in den ersten beiden Jahren nach Inbetriebnahme untersucht werden, ob die Tiere durch die Anlage gefährdet werden.

Nun steht das Genehmigungsverfahren kurz vor dem Abschluss. Sollte die Genehmigung erteilt werden, könnte mit dem Bau der Anlage sogar schon bald begonnen werden. „Dabei gibt es viele Faktoren, die zeitlich berücksichtigt werden müssen“, sagt Schulenburg. „Ziel ist es, die Anlage noch in diesem oder Anfang nächsten Jahres fertig zu stellen.“ Diese wird dann eine Nabenhöhe von 108 Metern und einen Rotor mit einem Radius von 46 Metern haben. Somit erreicht die Windenergieanlage mit einer Nennleistung von 2,3 Megawatt insgesamt eine Höhe von 154 Metern. jh

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