Foto: © Annette / PIXELIO

Kampf dem Hundehaufen!

In Kirchhellen ist der Ärger über nicht entfernte Hundehaufen wieder groß – Verwarn- und Bußgelder sollen Hundehalter in die Verpflichtung bringen

Kirchhellen - Es ist immer wieder ärgerlich und vor allem ekelig: Der Tritt in einen Hundehaufen, der den ganzen Tag vermiesen kann. „Es wird immer mehr zu einem Problem“, beschweren sich Jogger, Eltern, die mit ihren Kindern spazieren gehen, und Bürger, die einfach nur eben etwas im Dorf erledigen möchten, denn auch dort liegen immer häufiger Hundehaufen mitten auf dem Gehweg. Nach mehreren Beschwerden und der Bitte an uns als Redaktion, der Sache auf den Grund zu gehen, haben wir uns dem Thema einmal angenommen.

Beim kommunalen Ordnungsamt ist das unangenehme Problem bekannt. Stefan Pietz sagt auf unsere Anfrage sogar, dass es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handele. „In allen Städten ist das so, da ist Kirchhellen leider keine Ausnahme. Die Stadt kann nur bedingt auf solche Fälle reagieren, die Verantwortung liegt allein bei den Hundebesitzern.“ Dass die Vierbeiner draußen ihr Geschäft eben gerade dort verrichten, wo die Not groß ist, ist verständlich, doch muss der Haufen anschließend entfernt werden. „Ist das nicht der Fall, begeht der Hundebesitzer eine Ordnungswidrigkeit, die beim ersten Verstoß mit 55 Euro geahndet wird“, so Pietz. Bei weiteren Vergehen wird aus dem Verwarn- ein Bußgeld in Höhe bis zu 200 Euro. „Doch das scheint die Leute nicht abzuschrecken.“

Ausreichend Kotbeutel vorhanden

Vor allem müsse man die Täter auf frischer Tat ertappen, was es sehr schwierig gestalte, sie auszumachen. „Aber nur dann kann eine Anzeige gestellt werden.“ Dazu braucht es jedoch den Namen des Hundehalters, die genaue Uhrzeit und den Ort, an dem der Hundehaufen liegen gelassen worden ist. „Oft scheitert es bereits am Namen der Personen. Man kennt ja kaum jeden Menschen, der einem auf der Straße begegnet.“

Kotbeutel seien aus Sicht des kommunalen Ordnungsamtes ausreichend zur Verfügung gestellt worden. Allein an allen öffentlichen Grünanlagen sind die Beutel erhältlich. Zuständig dafür ist das Grünflächenamt, „das schon aus eigenem Interesse handelt, denn bei der Grünflächenpflege kommen die Mitarbeiter jedes Mal selbst mit dem Kot in Berührung.“ Stefan Pietz kann also erst einmal nur eines tun: An die Hundehalter appellieren und sie bitten, das Problem ernst zu nehmen. „Auch wenn die Halter eine Hundesteuer zahlen, sind sie hier in der Verantwortung. Manche sehen das nicht ein und meinen die Beseitigung solle aus diesen Geldern finanziert werden. Das ist aber nicht Aufgabe der Stadt und wird es auch nicht sein.“ Sie kann allenfalls vermehrt kontrollieren, wenn sie Hinweise auf Flächen bekommt, die besonders betroffen sind. Wem also etwas auffällt oder wer eine Fläche für auffallend betroffen hält, darf sich gerne an das Ordnungsamt bei Stefan Pietz unter der (02041) 703331 melden. „Vielleicht können wir dann helfen, das Dorf wieder etwas sauberer zu halten.“ ko

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