Video 24-Stunden-Lauf in Reken vom 14. bis 15.09.2012


Video-Redaktion Sascha Lebbing (Skymedien)

Soweit die Füße trugen

2. Rekener 24-Stunden-Lauf lockt rund 750 Läufer für den guten Zweck – Spenden für den Deutschen Kinderhospizverein – Initiator Rainer Kauczor läuft 125 Kilometer

Wie viel ist ein mensch bereit zu leisten, wenn es um die gute Sache geht. Diese Frage mochte sich mancher Beobachter stellen, der am vergangenen Wochenende den Weg an den Klein-Rekener Gevelsberg gemacht hatte.

Es war besonders, es war beeindruckend und erfolgreich, was die rund 750 Aktiven und die vielen ehrenamtlichen Helfer im Umfeld des Events auf die Beine gestellt haben. Mit Initiator Rainer Kauczor an der Spitze startete der 2. Rekener 24-Stunden-Lauf, zwar im Fisselregen, aber mit einer bunten und zuversichtlichen Schar an Läufern am Freitag kurz nach 16 Uhr. Extremsportler reihten sich neben Hobbyläufer, Marathon-Experten neben Walking-Gruppen und Behinderte, die trotz Handicaps zu Höchstleistung aufliefen. Wie zum Beispiel die Jugendlichen des Hauses Don Bosco vom Rekener Benediktushof, die freitags wie samstags laufend, gehend oder im Rollstuhl oder im Behinderten-Rad fahrend ihre Runden absolvierten. Ob Jung oder Alt, jeder wollte seinen Beitrag leisten, die Spendensumme für den Deutschen Kinderhospizverein Recklinghausen auf Rekordhöhe zu bringen. So auch Björn Böhm vom Benediktushof in Maria Veen, der für die Rekener LebensArt an den Start ging und nach der Zielankunft seine Spende persönlich überreichte.

Und nehmen wir es vorweg – den Rekord haben sie alle zusammen eindrucksvoll geschafft. Das Vorjahresergebnis von 17.000 Euro konnte mehr als verdoppelt werden – das genaue Ergebnis aber wird erst in gut zwei Wochen feststehen, wenn alle avisierten Spendenbeträge zusammengekommen sind. Entsprechend freuen konnte sich Initiator Rainer Kauczor, der mit dem ehemaligen Bundesliga-Profi Olaf Thon, der konditionellen Rückstand eingestand, aber dennoch 12 Kilometer absolvierte, und dem ehemaligen Handball-Bundestrainer Heiner Brand, der sich für den Deutschen Kinderhospizverein engagiert, namhafte Fürsprecher aufbot. Während Streckenhelfer neben Wasser auch Bananen reichten, um die Läufer fit zu halten, schaffte so mancher Gelegenheitssportler mehr als er sich vorgenommen hatte. Schnell wurden aus zwei Runden deren vier oder die im Scherz angekündigten 22 wirklich geschafft.

Besonders hervorstachen aber diejenigen, die am häufigsten an der Zählstelle vorbeiliefen wie die Dorstenerin Barbara Becker, die ihre Ankündigung wahrmachte und 24 Stunden durchlief und dabei 110 Kilometer abspulte. Dietmar Schumacher von den Sportfreunden Klein-Reken schaffte es in diesem Jahr sogar auf 135 Kilometer. Ultraläufer Wolfgang Olthues aus Raesfeld kam am weitesten, beendete den Lauf nach 78 Runden oder 187 Kilometern. Rainer Kauzcor selbst beendete den 24-Stunden-Lauf nach 125 Kilometern Wegstrecke und war gar nicht so recht zufrieden. Ein Sturz in der Dunkelheit, der glimpflich verlief, kostete Zeit und „Körner“. „Ich war froh, dass nichts gerissen oder gebrochen war, allerdings hat mich das enorm Zeit gekostet, da ich die nächsten Runden erstmal nur gehend zurücklegen konnte“, erklärt Rainer Kauzcor, der sich über das große Engagement der Sponsoren freut. Nicht nur, dass sich viele bereit erklärt haben zu spenden, manch einer ging sogar selbst auf die Strecke. So wie Oliver Sprungmann, der Geschäftsführer der Autohäuser Automobile Baumann GmbH und MOHAG Automobile Sprungmann GmbH in Dorsten. Er wiederholte seine Vorjahresleistung und schaffte den Halbmarathon für den guten Zweck. Doch Rainer Kauczor richtete seinen Blick bei der Lauf-Bilanz auch auf die vielen ehrenamtlichen Helfer, war voll des Lobes und Dankes. „Was ich auf jeden Fall noch erwähnen muss“, unterstreicht der Lauf-Initiator, „ist die unglaubliche Leistung von Bernward Kiefer. Er hat 24 Stunden lang neben der Strecke gestanden und, wo immer Not am Mann war, geholfen.

Eine enorme Leistung!“ Und diese enorme Leistung kann man allen Beteiligten zugestehen. Das Ergebnis wird eine Spendensumme sein, die dem Deutschen Kinderhospizverein Recklinghausen neue Möglichkeiten eröffnet. om

 

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