Fairer Handel in der Bezirkverwaltung!

Was ist aus dem Beschluss geworden, das Beschaffungswesen in Stadtverwaltung nachhaltig zu gestalten?

Im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2010 präsentierte sich das Ruhrgebiet als Modellregion für Europa. Um die Kinder in aller Welt vor ausbeuterischer Kinderarbeit zu schützen, wurde die Magna Charta ins Leben gerufen, die von 53 Städten und Gemeinden der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 unterschrieben wurde. Sie verpflichteten sich, ihre Vergabepraxis dahingehend zu ändern, dass keine Produkte, die durch ausbeuterische Kinderarbeit entstehen, beschafft werden. Rund ein Jahr später hat LebensArt nachgefragt, wie es mit der Umsetzung aussieht. Michael Kellerhaus, Abteilungsleiter im Fachbereich Organisation und damit zuständig für das Beschaffungswesen der Stadt ist zufrieden mit dem, was bislang erreicht wurde: „Wir haben unsere Mitarbeiter dahingehend sensibilisiert, die Standards, die in der Magna Charta vorgegeben sind, zu erfüllen und die Dienstanweisung gegeben, sie umzusetzen. Vor allem bei Großaufträgen und Ausschreibungen wird sehr auf die Einhaltung geachtet.“ Bei Büromaterial wird beispielsweise auf die Herkunft aus deutscher Produktion geachtet, was den Ausschluss von Kinderarbeit beinhaltet. Wenn es um öffentliche Ausschreibungen bei Baumaßnahmen oder Berufskleidung geht, werden die Lieferanten auf die einzuhaltenden Standards aufmerksam gemacht.

Auch beim Konsum des täglichen Muntermachers Kaffee wird die Charta weitgehend eingehalten. So trinken die Mitarbeiter der Bezirksverwaltungsstelle in Kirchhellen Fairtrade gesiegelten Kaffee und auch während der Sitzungen der Bezirksvertretung wird „fair“ getrunken, wie Magnus Thesing versichert. gj

Diesen Artikel teilen:

Zurück