Leerstehende Ladenlokale im ganzen Dorf

Barbara Brüggedick von Blumen Frischmann und Norbert Formella von Euronics erhielten die Kündigung für ihre Ladenlokale

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Jörg Winkel wird Ende Juli sein Geschäft schließen.

Noch im vergangenen Monat berichteten wir über die nicht enden wollenden Gerüchte um eine Schließung des Floristikgeschäftes Blumen Frischmann. Nun kam für Barbara Brüggedick die bittere Enttäuschung in Form der Kündigung. Für die Floristin kam diese vollkommen überraschend. „Mir bleibt nun keine andere Wahl als mich nach einem neuen Ladenlokal umzusehen“ ,sagt Barbara Brüggedick. Denn fest steht, die Floristin fühlt sich in Kirchhellen rund um wohl und möchte sowohl den Ort als auch ihre hiesigen Kunden nicht missen. „Ich hoffe, dass sich doch noch ein passendes Geschäft für mich findet.“ Wer in das Geschäft an der Hauptstraße 43 einziehen wird, darüber wird spekuliert. Von einem Gastronom ist im Dorf die Rede.

Doch nicht nur die Floristin muss nun unfreiwillig ihr Ladenlokal verlassen. Auch Norbert Formella, der seit über einem Jahr am Johann-Breuker-Platz eine Filiale von Euronics betreibt, wird die Türen seines Geschäftes am 31. Mai für immer schließen und zwar nicht ganz freiwillig. „Es gab vertragliche Einigungen, die allerdings von Seiten nicht eingehalten wurden“, sagt Norbert Formella. Derzeit sucht er nach einem neuen Ladenlokal in Kirchhellen. „Ich wäre zu gerne in meinem Geschäft geblieben.“ Bleibt zu hoffen, dass der Unternehmer vielleicht doch noch ein passendes und adäquaten Ladenlokal findet, so dass seine beiden Mitarbeiter auch weiter einen Arbeitsplatz sicher haben.

 

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Barbara Brüggendick (l.) sucht bereits ein neues Ladenlokal.

Auch das Traditionsgeschäft Hagemann Glas und Porzellan wird seine Pforten schließen. 1948 erstmals eröffnet avancierte das Geschäft für Haushaltswaren schnell zur Top-Adresse in Kirchhellen. Zwei Jahre nach dem Tod von Firmengründer Hans Hagemann übernahm es die Familie Winkel. „Angesichts der langen Firmentradition habe ich mir die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagt Inhaber Jörg Winkel. Er habe aber die Chance bekommen, sich beruflich neu zu orientieren und diese wolle er nun nutzen. „Am 31. Juli wird das Geschäft schließen.“ Seine Mitarbeiter hat Jörg Winkel frühzeitig über seine Pläne informiert. „Wir wurden nicht vor den Kopf gestoßen“, sagt Christiane Wilkin, die seit 11 Jahren dabei ist. „Ich bin zuversichtlich, dass meine kompetenten Fachberater gut unterkommen“, sagt Jörg Winkel. Ob es an diesem Standort weiterhin einen Haushaltswareneinzelhandel unter anderem Namen geben wird, ist unklar. „Übernahmegespräche laufen.“ Virtuell wird die Firma Hagemann bestehen bleiben. Nach wie vor wird es möglich sein, die bewährten Produkte online zu bestellen und in Kirchhellen abzuholen. Vor verschlossenen  Türen stehen auch die Gäste des Lennox. Wie bereits angekündigt, hat Martin Matthes Kirchhellen verlassen.

Bisher steht das Lokal am Johann-Breuker-Platz leer. Ebenso wie das Ladenlokal der Deutschen Bank, für das sich auch noch kein Nachmieter finden konnte. Bleibt zu hoffen, dass sich das bald ändert und für all die leerstehenden Ladenlokale schnellstmöglich neue Mieter gefunden werden. Denn nichts ist wohl trostloser als leere Ladenlokale in bester Lage. Und schön wäre es natürlich, wenn die Vermieter bei der Vergabe der Objekte einen Blick nach links und rechts riskieren, ein auf den Branchenmix abgestimmtes Angebot auswählen und so mit dafür Sorge tragen, dass Kirchhellen weiterhin ein attraktiver Einkaufsort bleibt. gk/js

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