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Es geht um die Zukunft des Hallenbades

Am 20. Juli entscheidet der Rat, ob er dem Wirtschaftsplan des Wassersportvereins zustimmt und damit grünes Licht für die Übernahme des Hallenbades gibt

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Der Vorstand des Wassersportvereins schaut voller Zuversicht auf die Entscheidung des Gemeinderats am 20. Juli.

Nicht nur für den Wassersportverein Schermbeck (WSV), sondern auch für das Schermbecker Hallenbad und alle Schwimmfreunde aus der Region, die nur allzu gerne hier ihre Bahnen ziehen, könnte der 20. Juli zu einem historischen Datum werden. Denn an diesem Mittwoch soll die letzte, alles entscheidende Hürde genommen werden. Gibt der Rat der Gemeinde Schermbeck in seiner Sitzung grünes Licht, dann steht der Übernahme des Hallenbades durch den Wassersportverein nichts mehr im Wege. Und dann können endlich auch die notwendigen Zuschüsse für die dringendsten Sanierungen bewilligt werden. „Finanziert werden soll das durch die Mitgliederbeiträge“, sagt Friedhelm Kroezemann, Pressesprecher des Vereins. Dieser soll für Erwachsene monatlich 10 Euro, für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre 5 Euro betragen, Familien zahlen 17 Euro. Hinzu kommt eine einmalige Anmeldegebühr von 15 Euro. „Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt das Beispiel Hünxe.“ 2.000 Mitglieder bräuchte der Wassersportverein, um den Fortbestand des Hallenbades zu sichern. In Hünxe sind es fast doppelt so viele.

Aus Wesel gab es schon grünes Licht. Der Kreis hat dem Wirtschaftsplan des Vereins zugestimmt. „Das war nötig, weil die Gemeinde sich im Haushaltssicherungskonzept befindet.“ Nun haben die Vereinsmitglieder auch das Gespräch mit den Schermbecker Politikern gesucht. „Es war eine offene und konstruktive Atmosphäre, in der die wichtigsten Informationen zur Vorbereitung der Übernahme durch gezielte Fragen der Politiker durch den Vorstand des WSV gegeben werden konnten“, sagt Friedhelm Kroezemann. Überwiegend sei das Engagement des Vereins gelobt worden. Aber natürlich gab es auch viele gezielte Fragen und kritische Anmerkungen. Da ging es vor allem um den in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung erstellten Finanzplan. Wie solide sind die Zahlen? Wie hoch sind die Mitgliedsbeiträge? Können auch Gäste das Hallenbad besuchen? Welche Gebühren entstehen für Vereine, die das Hallenbad nutzen wollen? Fragen, denen sich der Vereinsvorstand gerne stellte. „Nur durch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung war es möglich, ein realistisches Zahlenwerk vorzulegen, das Aussicht auf Bestand für die nächsten Jahre hat. Absolute Sicherheit gibt es aber bei einem solchen Vorhaben nicht.“

Der Verein rechnet nun damit, dass unmittelbar nach der Entscheidung des Rates, die Mitgliederzahlen sprunghaft ansteigen. Denn dann gibt es für alle Bürgerinnen und Bürger Klarheit über die Zukunft des Hallenbades. „Die offensive Mitgliederwerbung kann erst dann beginnen, wenn die Ratsentscheidung gefallen ist.“ Vereine müssen künftig für eine Nutzungsstunde im Hallenbad 45 Euro zahlen. „Das liegt noch unterhalb marktüblicher und vergleichbarer Mietpreise von Sportstätten.“ Über die Beiträge sowie über Regelungen für Gäste, die zukünftigen Öffnungszeiten und vieles mehr informiert der Verein auch auf der Seite www.wsv-schermbeck.de. „Nun hängt alles von den Beschlüssen des Rates ab. Sollte er positiv entscheiden, dann wird der Verein unmittelbar nach den Sommerferien die Trägerschaft des Hallenbades übernehmen und auch mit den dringendsten Sanierungen beginnen. Das wäre ein gutes Signal für Schermbeck, für die Schulen, den Sport, den Naherholungs- und Freizeitwert in der Gemeinde“, sagt Friedhelm Kroezemann. Wenn alles gut geht, dann soll Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter am 1. September den Schlüssel an den Verein überreichen. GK

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