Foto: Egon Maier

Einzelhändler strukturieren sich neu

EDEKA bleibt doch im Dorf, das Modehaus Petersen hat sich in der Hauptstraße 38 eingerichtet, aber nach wie vor keine Drogerie in Sicht

Kirchhellen - Die Gerüchteküche brodelt und zwar mächtig! Kommt ein neuer Drogeriemarkt oder kommt er nicht? Wer zieht in die ehemaligen Schlecker-Räume ein? Und wie steht es um den EDEKA-Markt? Schließt dieser schon im Dezember oder erst im März nächsten Jahres? Mit einem Gerücht kann nun aufgeräumt werden. EDEKA bleibt im Dorf. „Der Mietvertrag mit dem Eigentümer ist verlängert und wir bleiben in Kirchhellen ein fester Bestandteil der Lebensmittelnahversorgung“, sagt Frank Milewski. Trotz aller Freude über diese Entscheidung sind damit nicht alle Probleme, die das Betreiberehepaar in einer Pressemitteilung Mitte des Jahres geschildert hat, aus dem Weg geräumt.
 

Die Suche nach einer langfristigen Lösung ist nicht abgeschlossen. „Auch in Kirchhellen bleibt die Zeit nicht stehen, denn Stillstand bedeutet Rückschritt. Trotz aller Widerstände, vor allem auch auf politischer Ebene, haben wir weiterhin eine zukunftsorientierte Lösung im Blick und können uns unserer Partner sicher Petersen ist angekommen Große Veränderungen standen auch beim Modehaus Petersen an. Nach der plötzlichen Kündigung aufgrund der Schlecker-Pleite wäre es nicht möglich gewesen, die bereits lange im Voraus bestellte Ware an nur einem der drei Standorte zu konzentrieren. Daher lautete das Motto nun: aus drei mach eins.

Jetzt sind wir angekommen“, sagt Gerda Petersen. Und nicht nur sie, auch die Kunden freuen sich über den Umzug zur Hauptstraße 38. Vor allem die Aufgliederung in eine Kinder- und eine Damenabteilung findet viel Lob und Anklang. „Wir können daher auch nicht verstehen, warum der stellvertretende Vorsitzende der IHK in der Tagespresse bemängelt, es gebe keine Geschäfte in Kirchhellen, die hochwertige Textilwaren anbieten“, wundert sich Gerda Petersen. „Er hätte nur einmal unseren Laden betreten müssen. Das Dorf braucht keine seelenlosen Filialen irgendwelcher austauschbarer Textilketten.“

Für einen Teil des oberen  Ladenlokals hat sich bereits ein Nachmieter gefunden. Das andere hat bereits mehrere Interessenten, ist aber noch nicht fest vermietet. „Wir würden uns natürlich sehr freuen, wenn hier auch bald wieder Leben einzieht. Interessierte können sich gerne bei uns melden.“ Was aus dem Ladenlokal neben dem ehemaligen Schlecker-Markt wird, das steht noch nicht fest. gk

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