Foto: Katrin Kopatz

Das Haus Kilian in Schermbeck macht auf Inklusion aufmerksam

Die Schermbecker Vereine und Institutionen gehen Hand in Hand, wenn es darum geht, Menschen mit Behinderungen besser in die Gesellschaft zu integrieren.

Schermbeck - Musik war zu hören und fröhliches Stimmengewirr. Zahlreiche Menschen hatten sich auf dem Platz vor der Volksbank auf der Mittelstraße versammelt, viele von ihnen bestückt mit einer Cappy und der Aufschrift #wir alle. Mit dieser Aktion wollte das Haus Kilian auf das Thema der Inklusion aufmerksam machen. Der 5. Mai ist eigentlich der Tag, an dem – initiiert von der Aktion Mensch – unter dem Motto „Mission Inklusion“ die Situation von Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt stehen soll. In Schermbeck wurde daraus „Wir alle – zusammen erreichen wir mehr“.

„Wir möchten keine Unterschiede herausstellen, sondern verdeutlichen, dass Unterschiede völlig normal sind“, so Birgit Förster, Leiterin der Einrichtung Haus Kilian für Menschen mit Behinderungen. Und ergänzte gerichtet an die Bewohner: „Wir sind froh, dass es euch alle gibt.“ Rainer Schwarz vom Vorstand der Schermbecker Volksbank zeigte sich froh darüber, dass die tolle Aktion in Kooperation mit der Volksbank stattfinden konnte und erklärte: „Wir unterstützen das Haus Kilian natürlich gerne und glauben, dass es nicht darum geht, über Inklusion zu sprechen, sondern sie zu praktizieren. Hier bei uns wird Inklusion bereits gelebt.“

Vielfalt in der Gemeinschaft

Da für Birgit Förster aber auch weitere Themen wie Umweltschutz von Bedeutung sind, nahmen die Teilnehmer des Aktionstages zahlreiche Nistkästen mit in die Stadt, die im Anschluss an verschiedenen Orten einen Platz fanden. Ebenfalls einen Platz – und zwar im Foyer des Rathauses – bekam ein vor Ort entstandenes Bild zweier Künstler. Sie brachten mittels Spraydosen ein Gemälde auf vier Lein­wände, das neben dem Motto „#wir alle“ auch die Vielfalt der (Schermbecker) Gemeinschaft darstellen sollte.

Zunehmende Bedeutung

Birgit Förster und einige Haus Kilian-Bewohner waren mehrere Stunden vor Ort, um Fragen zu beantworten und für gesellige Momente zu sorgen. Stimmungsvolle Musik und kleine Häppchen luden die Schermbecker dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. „Jeder, der auf die Aktion aufmerksam wird, ist ein Gewinn. Nur so erlangt das Thema Inklusion zunehmende Bedeutung“, so Birgit Förster. ko

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