Foto: © Leiko Ikemura / VG Bild-Kunst, 2018

Female Genesis - Ausstellung von Leiko Ikemura

Ausstellung von Leiko Ikemura ist bis zum 11. Januar 2019 in der Neuen Galerie Gladbeck zu sehen

Gladbeck - Im Zentrum von Leiko Ikemuras Ausstellung „Female Genesis“ steht eine Auswahl von Gemälden, Papierarbeiten und dreidimensionalen Werken aus dem jüngsten Schaffen der japanisch-schweizerischen Künstlerin, über die sie ihre vielschichtige Auseinandersetzung mit dem Landschaftsmotiv und Phänomenen der Formwerdung fortführt. Die Werke sind nun bis zum 11. Januar 2019 in der Neuen Galerie, Bottroper Straße 17 während der Öffnungszeiten (mittwochs bis sonntags von 15 bis 20 Uhr) zu sehen.

In den großformatigen Gemälden, die in den vergangenen Jahren entstanden sind, überträgt sich der faszinierende Prozess der Verwandlung der eigenen Kreaturen in ein Gefüge farbiger Bildelemente. In dem Triptychon „Female Genesis“ (2016) verschmelzen menschlich anmutende Figuren und landschaftliche Formationen zu hybriden Naturbildern. Der Übergang zwischen Mensch, Tier und Natur ist fließend greifbar.

Die Panoramen kosmischer Landschaften führen in einen unendlichen Raum und sind stets in einem Zustand des Werdens dargestellt. Sie stehen hier im Dialog mit dem weiten und fensterlosen Ausstellungsraum der Galerie Gladbeck, in den die Helligkeit durch ein großes Dachfenster strömt.

Leiko Ikemura lebt und arbeitet in Berlin und Köln. Sie studierte spanische Literatur an der Fremdsprachen-Universität saka und wanderte 1972 nach Spanien aus, um das Studium in Salamanca und Granada zu vertiefen. Die Zeit von 1973 bis 1978 widmete sie dem Studium der Malerei an der Akademie in Sevilla. Nach der Übersiedlung 1983 in die Schweiz und später nach Deutschland wurde sie 1991 zur Professorin für Malerei an die Universität der Künste (UDK) in Berlin berufen und war dort bis 2015 tätig. Leiko Ikemura arbeitet mit einer Vielzahl an Medien wie Malerei, Skulptur, Zeichnung, aber auch Installation, Fotografie und Literatur. Das National Art Center in Tokio sowie das Kunstmuseum Basel werden der Künstlerin 2019 eine Soloschau widmen. In der Vergangenheit wurden ihre Werke weltweit in renommierten Institutionen wie dem Vangi Sculpture Garden Museum, Mishima, dem Nevada Museum of Art, Reno, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und dem Museum für Gegenwartskunst Basel ausgestellt. Zuletzt waren ihre Arbeiten im Liebermann-Haus, Berlin (2018), Keramikmuseum Hetjens, Düsseldorf (2017), Haus am Waldsee, Berlin (2016) und im Museum für Ostasiatische Kunst, Köln (2015) zu sehen. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Museen wie dem Centre Georges Pompidou Paris, den Kunstmuseen Basel, Bern und Zürich sowie dem National Museum of Modern Art, Tokyo und dem Toyota Municipal Museum of Art, Toyota, vertreten.

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