Foto: Julia Liekweg

Gladbeck wie vor 100 Jahren - Zeitreise mit Kaffeetrinken

Kostüme, alte Fotos und Musik von alten Instrumenten – In gemütlicher Runde bei Kaffee und Prosecco versetzte man die Besucher zurück ins Jahr 1919

Gladbeck - Veranstaltung, das sich der Seniorenbeirat für einen bunten Nachmittag im Fritz-Lange-Haus überlegt hatte. Kostüme zeigten, wie sich die Mode in den vergangenen 100 Jahren entwickelt hat. An den Wänden hingen viele Fotografien, die den Wandel des Stadtbildes in den letzten Jahrzehnten und aus einer Zeit vor etwa 100 Jahren zeigten.

Musik und alte Fotos sorgten für die richtige Atmosphäre an diesem Nachmittag. Foto: Julia Liekweg

Trotz der überaus sommerlichen Temperaturen ließen sich die Mitglieder des Seniorenbeirats nicht davon abhalten, in die Kostüme zu schlüpfen, die eine Zeit dokumentieren, die sicherlich niemand mehr miterlebt hat. Eine Ausnahme allerdings war die Besucherin Monika Strunz, die ganz tief in ihren Schrank gegriffen hat und dort ein waschechtes Petticoat-Kleid aus den 1950er Jahren gefunden hat. Das hat ihre Patentante sogar noch selbst getragen. Die Veranstalter hatten die Interessierten im Vorfeld dazu eingeladen, gerne in ihren Schränken, Kellern oder auf dem Dachboden nach alter Kleidung oder Accessoires zu schauen, in die sie an diesem Juli-Nachmittag schlüpfen könnten. Außer Monika Strung folgte niemand der Besucher diesem Aufruf, aber auch ohne Verkleidungen hatten alle eine Menge Spaß.

Außerdem hatten sich die Organisatoren mächtig ins Zeug gelegt, möglichst authentische Kleidung ausfindig zu machen, die sie dann trugen. So fanden sich beispielsweise zwei tolle Kleider im Charleston-Stil, natürlich waschecht ausgerüstet mit einer Spitzenhaube auf dem Kopf und einer Zigarettenspitze in der Hand.

Ulrich Hauska von der Seniorenberatung und der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Freidhelm Horbach, richteten auch mit großer Freude das Wort an den gut gefüllten Saal. Vor allem Horbach lobte die große Beteiligung. Und auch wenn Bürgermeister Ulrich Roland sich zunächst wegen eines anderweitigen Termins entschuldigen lassen musste, ließ er es nicht nicht nehmen, etwas später als Überraschungsgast noch vorbeizuschauen.

Foto: Stadtarchiv / Julia Liekweg

Die beiden „Bergsteirer“ Michel und Werner sorgten für die musikalische Untermalung. Auf ihren Akkordeons spielten sie Lieder von vor 100 Jahren. „Manche dürften das ein oder andere Lied wiedererkennen. Ich musste noch welche davon in der Schule auswendig lernen“, sagt „Bergsteirer“- Werner. Und schon legten die beiden Musikanten los, tatkräftig unterstützt von den Besuchern, die keinerlei Textprobleme hatten. Die Verpflegung war vielleicht nicht genau wie vor 100 Jahren, aber dennoch deftige Hausmannskost. Neben Kaffee und Prosecco zum Einstieg gab es am Nachmittag natürlich auch noch etwas zur Stärkung für die Senioren. jl

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