Foto: Privat - Pfarrei St. Johannes
Foto: Privat - Pfarrei St. Johannes

Neues Seelsorgeteam für St. Johannes in Kirchhellen

Nachdem Pastor Ulrich Witte gemeinsam mit Pastoralreferentin Caroline Johnen die Gemeinde verlies, war es lange still – Nun gibt es Neuigkeiten.

Kirchhellen - Mit Pastor Christoph Potowski und den Pastoralreferenten Werner Koschinski und Dennis Humberg bekommt die Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer ab August ein neues Seelsorgerteam. Im Spätherbst wird auch noch Pastor Heinrich Bösing hinzukommen, der zurzeit Pfarrer im Priesterteam von St. Martinus in Moers ist. Nach dem ersten Zusammentreffen haben wir mit den Beteiligten gesprochen.

Mitte Mai stellte sich Christoph Potowski gemeinsam mit den Pastoralreferenten Werner Koschinski (St. Peter, Reinberg) und Dennis Humberg (St. Josef, Kamp-Lintfort) bei den Gremienvertretern und Pastor Pater Periya Madalaimuthu vor. Der 35-jährige Pfarrer Potowski absolvierte sein Gemeinde- und Diakonatsjahr in der Pfarrei St. Vitus in Ofen, woraufhin er am Pfingstfest 2013 die Priesterweihe von Bischof Dr. Felix Genn in Münster empfing. Vier Jahre engagierte sich Christoph Potowski anschließend als Kaplan in der Pfarrei St. Otger in Stadtlohn, bevor er im September 2017 an den Niederrhein wechselte. Seitdem ist er Kaplan in St. Viktor in Xanten. Nun liegen große Aufgaben vor ihm und seinen Kollegen, doch er freut sich auf die nächsten Jahre. „Wir möchten die Gemeinde stärker beteiligen und sehen sie als einen Teil unseres Teams“, betont Christoph Potowski.

Ein positiver Eindruck

Bei einem gemeinsamen Kennenlernen in der Pfarrei St. Johannes mit den Gremienvertretern und dem Kirchenvorstand wurden die Männer herzlich willkommen geheißen. Auch der Vorsitzende des Pfarreirates und Vertreter im Kirchenvorstand Franz Klein-Wiele schaut optimistisch in die Zukunft: „Natürlich muss sich das Team erst einmal finden, um dann herauszufinden, welche Stärken und Schwächen jeder einzelne hat. Nur so können die Zuständigkeitsbereiche in enger Absprache eingeteilt werden. Wichtig ist aber, dass jeder einzelne als Seelsorger und nicht nur als Organisator in der Gemeinde angenommen wird. Auch wenn zum Beispiel Pfarrer Potowski vergleichsweise jung ist, traue ich ihm die Leitung einer großen Gemeinde durchaus zu, weil er bereits in seiner jetzigen Gemeinde viele Erfahrungen auf diesem Gebiet sammeln und umsetzen konnte“, erzählt Franz Klein-Wiele zuversichtlich. Auch Pfarrer Potowski sagt über das Kennenlernen nur Positives: „Es war ein offenes und konstruktives Gespräch. Wir hatten einen sehr guten Eindruck. Ich freue mich, gemeinsam mit den beiden Pastoralreferenten und Pater Periya als neues Seelsorgeteam in der Pfarrei zu starten.“

Respekt vor der Aufgabe

„Ich habe zwar durchaus Respekt vor der großen Aufgabe, die vor mir und vor uns liegt, dennoch freue ich mich sehr auf diese aufregende Zeit“, verrät uns Pfarrer Potowski, der derzeit noch in der Propstgemeinde St. Viktor in Xanten tätig ist. „Es wird in Zukunft einige Treffen mit meinen Kollegen in St. Johannes geben, bei denen wir uns besser kennenlernen und die unterschiedlichen Aufgabenbereiche verteilen. Wir müssen noch herausfinden, welche jeweiligen Stärken und Schwächen es bei uns gibt, damit jeder auch das tun kann, was ihm am besten liegt. Dabei werden wir von einem professionellen Team unterstützt, das diesen Prozess begleitet“. Besonders nach dem kontroversen Weggang von Pastor Witte und der Pastoralreferentin Caroline Johnen und dessen Amtsniederlegung hat uns interessiert, wie der neue Pfarrer für St. Johannes die Situation beurteilt. „Ich wage mich nicht, ein Urteil über andere Menschen zu fällen. Ich finde es sehr schade, dass es so kommen musste. Wir Priester kennen alle den Verzicht, den wir bei dem Amtsantritt eingehen müssen und entscheiden uns bewusst für ein eheloses Leben. Ich bin nicht so konservativ, dass ich einen solchen Schritt verurteile, denn man kann es mit der Ehe anderer Leute vergleichen – es gibt immer eine Vielzahl an Gründen, warum sich Wege scheiden und was für Entscheidungen ein Mensch trifft. In meiner bisherigen Laufbahn habe ich bereits einen ähnlichen Fall erlebt und bin zu dem Entschluss gekommen, die Entscheidungen und das Leben anderer nicht bewerten zu wollen“, erzählt uns Christoph Potowski. Er sei gegen eine klare Einteilung in Schubladen, wie zum Beispiel konservativ und modern. Seine Vorgänger und die unterschiedlichen Charaktere der ehemaligen Priester in der Gemeinde St. Johannes seien ihm durchaus bekannt, möchte aber seinen eigenen Weg finden und die Seelsorge gemeinsam mit seinen Kollegen verantwortungsvoll übernehmen. // ak

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