Foto: Privat - Lis Hühnerbach
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Spendensammeln für Marokko

Projektinitiatorin Lis Hühnerbach hatte zu Spenden für das Projekt „Miteinander in Marokko“ aufgerufen.

Gladbeck - Bereits seit 2018 besteht das Projekt, das die Gladbeckerin Lis Hühnerbach ins Leben gerufen hat. Ziel des Projektes, welches finanzielle Unterstützung von der Staatskanzlei des Landes NRW bekommt und von der Jürgen Wahn Stiftung getragen wird, ist einerseits den Menschen, die an einer körperlichen Einschränkung leiden, Hilfsmittel zu stellen und andererseits den Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit anzugehen. Dem Projekt wurden bereits zahlreiche gebrauchte und reparaturfähige Rollstühle gespendet, die alle noch gut und grundsätzlich gebrauchsfähig waren. Die großen Spendenlieferungen wurden bereits per Schiffsfracht nach Marokko geschickt, wo sie in Marrakesch von arbeitslosen Jugendlichen unter Anleitung repariert wurden, um sie dann an die Bedürftigen zu verteilen.

Dies hat zum Ziel, dass Jugendliche so direkt erste berufliche Qualifikationen erwerben können, um nicht in die langfristige Arbeitslosigkeit zu fallen. Gleichzeitig bekommen Menschen mit einer körperlichen Behinderung wieder die Möglichkeit, sich unbeschwerter zu bewegen. Die Finanzierung durch die NRWStaatskanzlei ist mittlerweile ausgelaufen, eine weiter Projektunterstützung erfolgte dann durch die Staatskanzlei über die Gesellschaft Engagement Global aus Bonn. So kann das Marokko-Projekt bis zum Ende dieses Jahres fortgesetzt werden, danach ist geplant, dass es in einem kleineren Format auf eigenen Füßen stehen kann.

Foto: Privat - Lis Hühnerbach
Foto: Privat - Lis Hühnerbach

Auch in diesem Jahr hatte die Projektinitiatorin wieder zusammen mit Müzeyyen Dreessen, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Senioren und Gesundheit, und der Jürgen Wahn Stiftung zu Sachspenden aufgerufen. Mittlerweile seien gut zwei Drittel der erhofften Spenden zusammengekommen, unter den Spendern waren unter anderem die AWO, die Diakonie und die Caritas, aber auch zahlreiche private Spender haben Lis Hühnerbach und ihrem Projekt ausrangierte Gehilfen gespendet. Schon Ende 2018 hatte Rainer Weichelt von der Stadt Gladbeck einen vorübergehenden Lagerraum zur Verfügung gestellt, Klaus Uhländer, Geschäftsführer der rebeg GmbH, hat bei den Transporten ins Lager unterstützt. Mittlerweile wurde eine Großraumgarage angemietet und die Spenden werden regelmäßig nach Marokko geschickt. Bei diesem Transport unterstützt der Sportverein des Boxers Abu Bakr Azaitar in Köln, der selbst eine marokkanische Herkunft hat.

Beim aktuellen Aufruf haben Privatpersonen und Geschäftsleute aus Gladbeck, aus der Region und sogar ein Ehepaar aus Österreich sowie einige Schweizer ihre Sachspenden dem Projekt zur Verfügung gestellt. Privat haben auch einige Mitglieder des Gladbecker Lion Clubs gespendet, die außerdem das Projekt vor Ort in Marokko besucht haben. Der Gladbecker Optiker Groß- Blotekamp hat zusätzlich Brillen für Menschen mit Sehbehinderung gespendet. „Bedingt durch die Pandemie und notwendige Maßnahmen hat sich die Situation der ärmeren Bevölkerung sowie in kleineren Krankenhäusern in abgeschiedenen, ländlichen Gegenden nochmals verschärft. Viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen sind auf unsere Unterstützung und Hilfe angewiesen, unser Projekt ist für die bedürftige Bevölkerung ein Hoffnungszeichen geworden“, weiß Lis Hühnerbach.

Foto: Privat - Lis Hühnerbach
Foto: Privat - Lis Hühnerbach


Spenden sind herzlich willkommen Mitte August endete der jetzige Sachspendenaufruf, Müzeyyen Dreessen berichtet von gut 21 Rollatoren, etwa 20 Rollstühlen und weiteren Hilfsmitteln wie Toilettenstühle, Kinderwagen und Rollstühle für Schwerbehinderte, Haltegriffen fürs Badezimmer, aber auch Schreibtischen und -stühlen, die sich mittlerweile in der Großraumgarage befinden. „Wir erwarten auch noch eine große Spende von der Diakonie in Bottrop, durch die wir Krankenhausbetten zur Verfügung gestellt bekommen“, erzählt Müzeyyen Dreessen. Der Platz in der Garage sei zwar begrenzt, doch Spenden von Privatpersonen können noch am Montag, 7. September zwischen 10 und 13 Uhr bei den Maxi-Garagen, Garage Nummer 133, an der Rockwoolstraße 10, in Gladbeck, abgegeben werden. Im September werden die Sachspenden dann auch ein weiteres Mal nach Marokko geschickt, bestätigt die CDUlerin Müzeyyan Dreessen.

Geldspenden können auch direkt an die Jürgen Wahn Stiftung überwiesen werden. Das Spendenkonto des Marokko-Projektes erreichen Sie unter der IBAN DE06 4146 0075 0000 0222 02 (Sparkasse SoestWerl) oder unter der IBAN DE28 4146 0116 0222 2029 00 (Volksbank Hellweg). Bei den Überweisungen bitte den Verwendungszweck „Projekt „Mit-i-Ma“ verwenden. Die Stiftung stellt selbstverständlich auch Spendennachweise für das Finanzamt aus. Den Spendennachweis schickt die Stiftung Ihnen direkt nach Hause, dazu müssen Sie der Stiftung bloß eine E-Mail mit Ihrer Adresse an info@juergen-wahn-stiftung.de senden. Alles Weitere zur Stiftung und zum Miteinander in Marokko-Projekt finden Sie online unter juergen-wahn-stiftung.de. // jl

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