Foto: Gundis Jansen-Garz

Weniger Müll – Schlemmerstübchen mit besonderem Konzept für die Umwelt!

Pommes und mehr gibt es im Gahlener Schlemmerstübchen jetzt in umweltfreundlicher Verpackung

Foto: Gundis Jansen-Garz

Schermbeck - Auf Qualität haben Manuela und Uwe Retzmann vom Schlemmerstübchen in Gahlen schon immer ein besonderes Augenmerk gelegt. Das Fleisch kommt vom Metzger in Lembeck, die Saucen werden selbst hergestellt, das Fleisch eigenhändig paniert, das Schaschlik sorgsam auf die Spieße gebracht und jetzt kommt die gute Ware in umweltfreundliche Verpackungen.

Eine Selbstverständlichkeit, wie Manuela Retzmann findet, die jedoch nicht so einfach umzusetzen ist. „Wir haben uns schon lange damit auseinandergesetzt, dass die vielen Plastikverpackungen und all die Tüten, die hier über den Tresen gehen, letztendlich im Meer landen“, sagt die erfahrene Gastronomin. Und nachdem sie sich beim Tauchurlaub in Ägypten selbst ein Bild von der enormen Umweltverschmutzung durch Plastikmüll machen konnten, stand der Entschluss fest: Wir verändern etwas! Die erste Veränderung war der Austausch der einfachen, dünnen Plastiktüte durch Papiertüten. Nach und nach haben wir Anbieter gefunden, die für uns in Frage kommenden Teller, Schalen, Bestecke und Klappschalen anbieten. Gar nicht so einfach, weiß Manuela Retzmann: „Wir mussten schon etwas im Internet recherchieren, um die richtigen und preislich akzeptablen Firmen zu finden.“ Der Kundenstamm bringt aber auch eigenen Behälter mit. Das ist natürlich immer noch das Beste in Sachen Ökobilanz. Im Imbiss und auf der Terrasse gibt es Porzellan. „Das spülen wir, da wäre ja Einweggeschirr völlig unsinnig“, sagt die Umweltschützerin. Servietten gibt es auf Zuteilung, damit nicht unnötig viele mitgenommen werden. „Wir betreiben hier tägliche Aufklärung zu Umweltschutz, Meeresverschmutzung und Klimawandel. Dabei stellen wir fest, dass die Menschen umdenken. Es ist ja auch so oft eine Gewohnheit, alles ohne nachzudenken in Plastik zu stopfen. Dabei muss das gar nicht sein.“

Seit rund neun Jahren betreibt das Ehepaar das Schlemmerstübchen, das mittlerweile übrigens auch so heißt. „Nachdem wir das Hotel Op ten Hövel im vergangenen Jahr abgegeben haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, auch den Namen für den Imbiss zu ändern und deshalb heißen wir jetzt ausschließlich Schlemmerstübchen.“ Mit bewährter Qualität und den vielen selbstgemachten Zutaten. Ob Majo, Salatdressing, Pfannkuchen oder Jägersauce – hier kommt nichts aus dem Eimer. Auch Nuggets und Schnitzel werden handpaniert und in der Pfanne gebraten. „Das Fleisch und die Würstchen kommen von der Metzgerei Bellendorf in Lembeck. Es ist einfach etwas anderes, ob man Massenware oder Metzgerware nutzt. Unsere Kunden danken es uns.“ Die kommen übrigens aus Gahlen, Schermbeck und dem Umland. Vor allem durch die Radtouren konnte sich das Schlemmerstübchen einen Namen in der Region machen. Für den Winter dürfen sich die Gäste auf frischen Grünkohl und deftige Mittagstische freuen. Alles kompostierbar verpackt! „Unsere Kunden finden das toll. Die Mehrheit jedenfalls lobt uns immer wieder, wenn wir Pommes, Schnitzel, Salat oder Burger in die neuen, kompostierbaren Behälter geben“, freut sich Manuela Retzmann über die gute Resonanz. Aber jetzt sind wir da auf einem guten Weg. Demnächst folgen dann noch Strohhalme! gj

Schlemmerstübchen, Kirchstraße 60, Schermbeck-Gahlen
Öffnungszeiten November bis März:
Montag bis Freitag von 12 bis 15 und 17 bis 19 Uhr
Samstag und Sonntag von 12 bis 18 Uhr

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