Heimlich, still und leise - aber allgegenwärtig

Strahlenbelastung im Kinderzimmer

Fernseher, Computer, Spielekonsolen und Stereoanlagen gehören invielen Kinder- und Jugendzimmern zur Standardausrüstung. Viele Dinge des alltäglichenBedarfs wie Radiowecker, Leuchten, Elektroheizungen und verlegte Leitungengesellen sich häufig unbemerkt hinzu: Eltern ist oftmals nicht bewusst, dass ihre Sprösslinge - umgeben von soviel Elektrik und Elektronik - beim Spielen, Lernen und Schlafen ständig unterStrom stehen.


"Nicht nur hochfrequente Mobilfunkanlagen, sondern auchGeräte des alltäglichen Gebrauchs erzeugen schwache elektrische und magnetischeFelder und senden permanent ihre Strahlen aus", erklärt  die Verbraucherzentrale NRW. Sie warnt davor, die Risiken zu unterschätzen:"Experten befürchten, dass eine dauerhafte Belastung Leukämie auslösenkann." Kinder und Jugendlich sind bereits gefährdet, wenn Lampen,Babyphones, Musikanlagen, Computern und weitere Geräte in einem Radius von biszu 30 Zentimetern auf sie einwirken. Folgende Hinweise zu ausgewähltenStrahlungsquellen können helfen, die Belastung im Kinderzimmer möglichst geringzu halten:


·Dauerbelastungvermeiden: So lautet die oberste Regel. Das heißt konkret: Geräte nachunmittelbarem Gebrauch immer ausschalten, Zeitschaltuhren installieren, wennmöglich sogar Stecker ziehen, den körperlichen Abstand zu den Gerätenvergrößern und die Zahl der elektrischen Apparate und Hilfsmittel möglichstklein halten - durch diese einfachen Kniffe lässt sich eine mögliche Gefährdungnahezu ausschalten.


·BeispielBabyphone: Als elektronische Wächter im Kinderzimmer sollten Geräte mitFunkwellen ohne Reichweitenkontrolle oder Geräte mit Netzanschluss bevorzugtwerden. Garanten für Gesundheitsschutz sind Produkte, die mit dem UmweltzeichenBlauen Engel gekennzeichnet sind. Der Sicherheitsabstand zwischen Babyphon undBett sollte mindestens anderthalb Meter betragen. Im oder unmittelbar amKinderbett hat ein Babyphone nichts zu suchen. Bei Nicht-Gebrauch sollte dasGerät stets abgeschaltet werden.


·Transformatorenund Spielekonsolen: Modelleisenbahnen, Ladegeräte fürs Handys oderSchreibtischlampen mit Halogenleuchten funktionieren mit eingebauten Trafos.Selbst wenn die Geräte ausgeschaltet sind, ziehen die Transformatoren nochStrom - zu hören am leisen Brummton - und erzeugen munter weitere magnetischeFelder. Damit Geräte mit Trafos keine unheilvolle Wirkung entfalten können, istauch hier nach Gebrauch stets der Stecker zu ziehen. Bei Geräten, die über eineelektronische Zeitangabe oder Programmierung verfügen, gehen voreingestellteFunktionen allerdings nach einer Trennung vom Netz verloren.


·Computerund Co.: Wer schon beim Kauf auf Nummer sicher gehen will, sollteBildschirmgeräte wählen, die mit dem Gütesiegel TCO '03 oder dem UmweltzeichenBlauer Engel gekennzeichnet sind. Beim Aufstellen von Computern und Fernsehernsollte darauf geachtet werden, dass auch hier der Sicherheitsabstand groß genugist. Kabelgebundene Netzwerke, Tastaturen und Mäuse sind strahlungsärmer undsomit weniger belastend als funkgesteuertes Zubehör.


·MP3-Player:Bei den mobilen Audio-Lieferanten sorgt das Ladegerät für eine schwacheBelastung. Kommen jedoch Handys als MP3-Player zum Einsatz, wird aus derniedrigschwelligen eine hochprozentige Gefahr. Auch Kopfhörer auf den Ohren -egal, ob mit oder ohne Kabelverbindung - erzeugen magnetische Felder am Körper.Nutzer sollten deshalb beim Kauf nach strahlungsreduzierten Geräten fragen oderdrahtlose Systeme auf Infrarot-Basis verwenden.


(September 2007)

 

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