Gladbeck
Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
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Gesprächskreis Demenz startet in die nächste Runde

Der Caritasverband Gladbeck bietet in Zusammenarbeit mit der BARMER Bottrop Unterstützung für Angehörige von demenziell Erkrankten

Gladbeck -

Oftmals ist den Angehörigen gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten der Unterstützung zur Verfügung stehen. Dazu gehören entlastende Dienste wie Kuren für Pflegende, ambulanter Pflegedienst, Kurzzeit- und Tagespflege oder Medikamentengabe. Für die Mitarbeiter der Caritas ist die Unterstützung eine Herzensangelegenheit.

Seit mehr als 10 Jahren gibt es schon den Gesprächskreis Demenz im Johannes-van-Acken-Haus in Gladbeck. Auf Grund der Pandemie konnte er leider für einen Zeitraum von beinahe einem Jahr nicht stattfinden. Dabei war er noch nie so wichtig wie jetzt.

Schnelle Lösungen während Lockdowns

Gabriele Buchholz von der Stabsstelle Netzwerkarbeit der Caritas ist sich der Herausforderung bewusst, der sich Angehörige in Zeiten von Corona und Lockdown stellen mussten: „Pflegende Angehörige sind in der Zeit an ihre Grenzen gestoßen. Noch nie haben wir so viel telefonische Betreuung geleistet. Klar ist, dass sich alles, was wir durchmachen mussten, bei Demenzkranken und ihren Angehörigen potenziert. Eine schnelle Lösung musste her.“ Gemeinsam mit dem Regionalgeschäftsführer der BARMER Bottrop Michael Ridderskamp und der Leiterin der Gesprächskreise Marie Luise Schulte im Walde konnte innerhalb eines Tages eine Lösung präsentiert werden: Hausbesuche.

„Wir waren unheimlich dankbar, wie schnell die Organisation der Hausbesuche mit der BARMER von statten ging“, sagt Buchholz. Vorübergehend klingt das nach einer guten Alternative, aber Marie Luise Schulte im Walde weiß es besser: „Die Gesprächskreise sind nur für die pflegenden Angehörigen. Währenddessen findet eine gesonderte Betreuung für die Pflegebedürftigen statt. Dadurch haben die Betroffenen die Möglichkeit offen zu reden. Das ist natürlich nicht der Fall, wenn die Gespräche zu Hause in deren Beisein geführt werden.“

Gesprächskreise finden wieder statt

Umso erfreulicher ist es, dass seit dem 10. Juli die beliebten Gesprächskreise im Johannes-van-Acken-Haus wieder stattfinden können. Einmal monatlich bekommen so Betroffene die Gelegenheit sich mit Gleichgesinnten offen auszutauschen. Beate Werther pflegt ihren Mann seit drei Jahren von zu Hause aus. Sie spricht von ihrer enormen Entwicklung, die sie durch den Kontakt zu anderen Betroffenen durchgemacht hat. „Die wichtigste Lektion, die ich hier gelernt habe, ist immer im Hier und Jetzt zu leben. Ich muss die gemeinsame Zeit, die ich mit meinem Mann habe, wertschätzen. Zu Beginn war ich noch wütend, da ich die Krankheit nicht verstehen konnte. Heute kann ich wieder sagen, dass wir eine glückliche Zeit haben – trotz der Herausforderungen“, erzählt Werther.

Die Teilnahme am Gesprächskreis Demenz ist für Versicherte aller Kassen kostenfrei. Parallel gibt es ein Betreuungsangebot für die demenziell erkrankten Personen. Die Anmeldung erfolgt telefonisch bei Gabriele Buchholz unter der (02043) 373454.

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