Gladbeck
Die fünf Slammer mit Moderator Michel Meyer (vorne rechts knieend).Foto: Ulrike Pollmann

Premiere des CaféSATZ Poetry Slams in Gladbeck

Fünf Poeten traten im freundschaftlichen Wettstreit der Worte gegeneinander an - Das Publikum wurde mit großartigen Darbietungen in den Bann gezogen

Gladbeck -

Vor einigen Tagen feierte der CaféSATZ Poetry Slam seine erfolgreiche Premiere in Gladbeck. Die seit 2011 etablierte Veranstaltungsreihe, bislang in Gelsenkirchen beheimatet, ist erstmals in das Gladbecker Lokal "entdeckerweine" umgezogen – und das mit großem Zuspruch: Rund 70 Gäste füllten den Raum bis auf den letzten Platz.

Nach einer ausführlichen Einführung in die Regeln und die Geschichte des CaféSATZ begann der literarische Wettstreit. Fünf Poeten traten an: Britta Kah, Davina Sauer‑Wundling, Jens Pruß, Vika Amena und Julian Spiegelhauer. Jeder von ihnen brachte in maximal sechs Minuten eine eigene Welt auf die Bühne – mal leise und berührend, mal laut, absurd, humorvoll oder nachdenklich.

Das Publikum erlebte ein Kaleidoskop an Themen und Emotionen: persönliche Geschichten, gesellschaftliche Beobachtungen, poetische Miniaturen und pointierte Alltagskomik. Die Vielfalt der Texte und die Intensität der Vorträge sorgten dafür, dass die Zuschauer von Beginn an mit fieberten.

Spannendes Finale mit starken Botschaften

Nach zwei Vorrunden standen die Finalisten fest: Britta Kah und Julian Spiegelhauer hatten das Publikum besonders überzeugt. Die Reihenfolge wurde – ganz CaféSATZ‑typisch – durch ein „Ganzkörper‑Schnick‑Schnack‑Schnuck“ entschieden, das für viel Gelächter sorgte.

Britta Kah eröffnete das Finale mit einem Text über Rollenbilder von Müttern und Vätern – scharf beobachtet, pointiert, mal schnippisch, mal humorvoll, aber immer mit einem Kern gesellschaftlicher Wahrheit. Julian Spiegelhauer antwortete mit einer charmanten, witzigen Anklage an Amor, der doch bitte endlich besser zielen möge. Zahlreiche Anspielungen auf bekannte Liebeslieder machten seinen Vortrag zu einem spielerischen, musikalischen Vergnügen.

Goldenes Mikrofon für die Siegerin

In der abschließenden Publikumsabstimmung setzte sich Britta Kah durch. Sie erhielt den neuen CaféSATZ‑Pokal – ein goldenes Mikrofon auf einer Weinflasche, gefertigt im 3D‑Druckverfahren. Julian Spiegelhauer durfte die silberne Version der Trophäe mit nach Hause nehmen.

Ein Auftakt, der Lust auf mehr macht

Der Abend endete mit begeistertem Applaus, vielen Gesprächen und dem Gefühl, dass Gladbeck mit CaféSATZ ein neues kulturelles Highlight gewonnen hat. Die Mischung aus guter Stimmung, starken Texten und einem leidenschaftlichen Publikum machte die Premiere zu einem besonderen Erlebnis.

Weiter geht es am 30. Mai – Karten sind über die Homepage https://entdeckerweine.de/events-ditix/ von "entdeckerweine" erhältlich.

Quelle: Vlipp e.V. – Verein der Kunst-, Kultur- und Kreativwirtschaft in Gladbeck

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