Gladbeck
Dustin Tix (SPD), Bürgermeisterin Bettina Weist und Robert Ernst (CDU) sprechen sich für die Rückstellung der Willy-Brandt-Platz-Sanierung aus. (v.li.)Foto: Stadt Gladbeck

Umbau des Willy-Brandt-Platzes verschoben

Umbau soll zugunsten dringender Sanierungen zurückgestellt werden - Auch die fehlende Akzeptanz in der Gladbecker Bevölkerung hat zum Umdenken geführt

Gladbeck -

Der Umbau des Willy-Brand-Platzes soll verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt angegangen werden. Stattdessen sollen jetzt die notwendigen Sanierungen von Straßen, Brücken, Geh- und Radwegen in Angriff genommen und alle baulichen Ressourcen in diesen Bereich gesteckt werden. So steht es in einem gemeinsamen Antrag von SPD und CDU für den nächsten Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFDA) am 15. Dezember, der an Bürgermeisterin Bettina Weist gerichtet ist.

Die Bürgermeisterin begrüßt die Initiative und unterstreicht: „Ich kann die Argumentation inhaltlich absolut nachvollziehen und schließe mich ihr an. Auch ich bin gerade im Kommunalwahlkampf immer wieder auf die drängenden Probleme auf unseren Straßen, auf unseren Geh- und Radwegen angesprochen worden. Deshalb müssen wir jetzt beim Umbau des Willy-Brandt-Platzes die Pause-Taste drücken und alle Ressourcen in die Straßensanierung stecken.“

Priorisierung von wichtigen Sanierungen

Im Rahmen der von der Bundesregierung beschlossenen Investitionsoffensive und den damit
zur Verfügung stehenden Finanzmittel zur Verbesserung der Infrastruktur wird die Stadt
Gladbeck in den kommenden 12 Jahren rund 35 Millionen Euro erhalten. „Diese müssen wir
jetzt priorisiert in Sanierungen stecken und deshalb den Umbau zurückstellen“, so die
Bürgermeisterin.

SPD-Fraktionschef Dustin Tix betont: „Uns ist bewusst, dass die Planungen für den Willy-
Brandt-Platz einen sehr langen Vorlauf haben, bisher immer einstimmig von den zuständigen
Ausschüssen beschlossen wurden und auch bereits Planungskosten im mittleren
sechsstelligen Umfang beauftragt und verausgabt wurden. Diese Finanzmittel gehen aus
unserer Sicht aber nicht vollständig verloren, da auf der Grundlage der bisherigen
Planungsleistungen die Planung für die Sanierung des Willy-Brandt-Platzes zu einem
späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden kann.“

Fehlende Akzeptanz der Bürger

Auch die fehlende Akzeptanz in der Gladbecker Bevölkerung hat die beiden größten
Ratsfraktionen zum Umdenken gebracht. Dazu Robert Ernst, Vorsitzender der CDU-
Ratsfraktion: „In den Gesprächen mit den Menschen in unserer Stadt wurde auch
überwiegend deutlich, dass kein Verständnis und kaum Akzeptanz für eine Sanierung des
Willy-Brandt-Platzes zum jetzigen Zeitpunkt bestehen. Der zentrale Platz in unserer
Innenstadt wird noch als gut und insbesondere funktionsfähig bewertet.“

Im HFDA schlagen beide Fraktionen nun vor, die Planungen zurückzustellen und gleichzeitig
eine Priorisierung der Sanierung und Instandsetzung der Infrastruktur vorzubereiten. Die
Überlegungen zur baulichen Umsetzung des Willy-Brandt-Platzes sollen zu einem späteren
Zeitpunkt wieder aufgenommen werden.

Quelle: Stadt Gladbeck

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