Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak
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Grubenhelden - Die Durchstarter aus Gladbeck

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Ein lokales Modelabel mit einem Erfolg, der seines Gleichen sucht – Matthias Bohm, Gründer der „Grubenhelden“, hat uns seine Geschichte erzählt.

Gladbeck - „Auf Kohle geboren“ schreibt sich das junge Modeunternehmen auf die Fahne. Aufgrund seiner familiären Vorgeschichte und der engen Verbundenheit zum Ruhrgebiet erzählt Matthias Bohm die Industriegeschichte seiner Heimat. Und das mit vollem Erfolg. 2016 gründete er seine Marke und startet seitdem durch. Doch nach wie vor vertritt er das, wofür auch sein Unternehmen stehen soll: Bodenständigkeit.

„Ich bin stolz auf meine Heimat“, betont Gründer Matthias Bohm. „Heimat ist dort, wo man sich wohl fühlt. Mein Urgroßvater war Bergmann und gemeinsam mit den vielen anderen Männern, die damals unter Tage gearbeitet haben, haben sie das Ruhrgebiet zu dem gemacht, was es heute ist. Ich hatte selber das Glück, sechs Mal anfahren zu dürfen und habe gesehen, was die Männer dort unten leisten. Das möchte ich unbedingt wertschätzen und die Geschichte des Bergbaus durch die Marke Grubenhelden erzählen.“ Ihm widerstrebe es, wenn Leute wegen ihrer Herkunft aus dem Ruhrgebiet beäugt werden, denn unsere Geschichte sei etwas, auf das man sehr stolz sein könne. Die Industriekultur wird bei den Grubenhelden in Form von Pullovern, T-Shirts, Accessoires und Jacken widergespiegelt. In den Kleidungsstücken sind echte Grubenhemden mit den charakteristischen blau-weiß Streifen verarbeitet. Durch das aufgenähte Logo mit dem abgebildeten Förderturm haben die Kleidungsstücke einen außerordentlichen Wiedererkennungswert. „Unsere Geschichte soll in die Welt hinaus transportiert werden und wie geht das besser als mit einer Gemeinsamkeit, die wir alle tragen – nämlich Kleidung. Es ist uns allerdings auch wichtig, dass wir keine 0-8-15-Kleidung herstellen, sämtliche Kleidungsstücke sind aus 100 Prozent hochwertigster Bio-Baumwolle und werden in Deutschland oder Portugal gefertigt. Wir möchten die Qualität und das Design so hochwertig wie möglich umsetzen, denn auch das gehört für mich zu dem Respekt, den unsere Geschichte verdient“, erklärt Matthias Bohm.

Foto: Grubenhelden
Foto: Grubenhelden

Als Hobby und mit einer Idee 2016 begonnen, gewann der Gladbecker mit seinen Grubenhelden bereits ein Jahr darauf den regionalen Marketing-Preis „Tacken“. Das brachte nicht nur das Unternehmen auf die nächste Stufe, auch Matthias Bohm nahm sich die Auszeichnung zum Anlass, weitere Schritte zu gehen. Kurzerhand entschloss er sich bei der Preisverleihung 2017 während seiner Laudatio, dass er nun die Welt mit den Gruben erobern und vernetzen möchte. Er verkündete dort, die nächste Station sei New York City. Keine zwei Jahre später saß er zusammen mit seinem Team im Flugzeug Richtung USA. Vor Ort hatten die Grubenhelden ihren bislang größten Auftritt, nämlich auf der größten Modenschau der Welt, der New York Fashion Week. Anschließend gab es dann sogar einen Flashmob am Times Square, bei dem die Grubenhelden gemeinsam mit den Amerikanern das Steiger-Lied sangen. „Der nächste Schritt ist für mich Tokio“, verrät uns der Gründer, „eine bombastische Stadt, in die wir auch unsere Industriegeschichte tragen wollen.“

Wir konnten am eigenen Leibe erfahren, was es bedeutet, bei den Grubenhelden shoppen zu gehen und vor allem, was den Unterschied zu anderen Marken ausmacht: Jeder Kunde wird mit einem herzlichen „Glück auf!“ begrüßt und das Angebot zu einem kalten Getränk beim Stöbern lässt nicht lange auf sich warten. Das Erlebnis ist etwas Besonderes. Trotz namhafter Partner des Betriebs wie Sinalco, Langnese, Kangaroo, Lufthansa und eine Hotelkette, die das Personal von den Grubenhelden ausstatten lässt, ist der Kunde nach wie vor König. Bodenständigkeit ist das, was man in jedem der insgesamt drei Ladenlokale erfährt. „Wir haben uns mit dem Geschäft in Gladbeck vom Stadtkern separiert. Man findet uns in der alten Zechensiedlung an der Maria-Theresien-Straße. Hier ist uns das Gesamtbild wichtig, damit der Store auch thematisch an die Umgebung angepasst ist“, betont Matthias Bohm. Erst kürzlich hat der Betrieb Behelfsmasken mit eigenem Logo in das Sortiment mit aufgenommen, die kurzerhand in großer Zahl auch dem DRK gespendet wurden. „Als Gladbecker Unternehmen war es uns eine Herzensangelegenheit, uns in dieser schwierigen Zeit zu engagieren“, erzählt Matthias Bohm.

Ob Durchstarter oder nicht, ob Onlineshop oder lokales Geschäft, ob Gladbecker oder internationale Kunden, eines ist sicher und das verkörpert der sympathische Gründer der Grubenhelden mit allem was er sagt und tut: Bodenständig bleibt bodenständig und Pott bleibt Pott. // ak

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