Kirchhellen
Foto: Privat - Stadt Bottrop
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Corona-Gesamtschaden beläuft sich auf rund 68 Mio. Euro

In einer Ratssitzung äußerten sich Oberbürgermeister Tischler und Stadtkämmerer Jochen Brunnhofer zum Stadthaushalt

Kirchhellen -

Die Aussicht, finanzielle Schäden durch die Pandemie auf lange Sicht abbezahlen zu müssen belastet zwar die zukünftige finanzielle Lage der Stadt, ermöglicht jedoch eine Bilanz des Doppelhaushalts 2020 und 2021, die durchaus auch für den Bezirk Kirchhellen positive Rückschlüsse ziehen lässt.

„Vor allem die Corona-Pandemie hat uns vor Herausforderungen gestellt, die nicht nur unerwartet waren, sondern die uns auch noch in den nächsten Jahren auf vielen Ebenen beschäftigen werden“, stellt Oberbürgermeister Bernd Tischler fest. „Trotzdem gibt es, mit Blick auf die Haushaltssituation der Stadt nicht nur negative, sondern auch positive und erfreuliche Aspekte zu vermelden.“ Unter anderem lässt die Beendigung des Haushaltssanierungsprogramms nach zehn Jahren neue Chancen entstehen. „Das bedeutet vor allem, dass die Stadt im kommenden Jahr mehr Freiheiten bei der Haushaltsplanung haben wird, als es in der Vergangenheit der Fall war“, so Tischler. Besonders interessant für den Bezirk Kirchhellen: Es sind Mehraufwendungen von 2,5 Mio. Euro und 5,4 Mio. Euro für die wirtschaftliche Jugendhilfe und für die Kindertagesbetreuung zu erwarten. Davon werden auch Grafenwald, Feldhausen und Kirchhellen profitieren.

Insgesamt positive Bilanz für 2022

Die Bilanz des Stadtkämmerers Jochen Brunnhofer lautet: „Unter Berücksichtigung der Isolierung der Corona-Haushaltsschäden kann der Haushaltsausgleich dargestellt werden. Der geplante Überschuss beläuft sich demnach auf 590.000 Euro.“ Gute Nachrichten sind jedoch vor allem im Entwurf des Stellenplanes für das Jahr 2022 zu entnehmen. Die Gesamtzahl der Stellen steigt von 1.633 aus 1.697.

Der nächste Schritt wird sein, dass nun die Parteien in die Haushaltsberatung gehen und Wünsche und wichtige Projekte äußern können, die für die kommenden Jahre berücksichtigt werden sollen. Kirchhellener Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder erklärt: „Dass etwas für Kinder und Jugendliche getan wird, ist immer richtig. Auch sollten dringend die Straßen in Kirchhellen und im gesamten Bottroper Stadtgebiet weiter in den Fokus rücken.“ Außerdem müsse man sich mit kurz- und mittelfristigen Lösungen rund um Überschwemmungsgebiete beschäftigen. Besonders die Beispiele Horsthofstraße und Alter Postweg hätten gezeigt, dass Probleme durch beispielsweise vollgelaufene Keller mehr Aufmerksamkeit erfordern. „Ich hoffe, dass solche Planungsgelder im Haushalt berücksichtigt werden, um uns intensiver mit den Problemstellen beschäftigen zu können“, betont der Bezirksbürgermeister.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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