Und das kann sich sehen lassen: Mit einer Spannweite von 1,25 Metern und einem Gewicht von rund 22,5 Kilogramm ist der diesjährige Vogel ein besonders stattliches Exemplar. Am Donnerstagabend durften die Schützen erstmals einen genaueren Blick darauf werfen. Das Königspaar war gemeinsam mit Lieblichkeit und Prinzgemahl sowie dem Schützenvorstand bei Familie Bellendorf eingeladen, um den fertigen Vogel zu begutachten.
Dabei bekam der hölzerne Vogel auch gleich seinen Namen. Schützenkönig Bernd „Otti“ Benien hatte bereits eine passende Idee: „Er soll Otto heißen.“ Dass die Wahl ausgerechnet auf diesen Namen fiel, hat eine kleine Vorgeschichte. „Das geht wohl auf mich zurück“, gesteht Schützenpräsident Jörg Noltenhans. Bei der ersten Schützenübung hatte er den amtierenden König versehentlich mit „Otto“ statt „Otti“ begrüßt. Ein Versprecher, der für einige Lacher sorgte.
Am 26. August verlässt „Otto“ schließlich die Werkstatt der Familie Bellendorf und wird in sein traditionelles Nest gebracht: das Schuhhaus Möller. Auch die Übergabe des Vogels hat sich in den vergangenen 80 Jahren zu einem kleinen Ereignis entwickelt. Dann tritt die Vogelwache ihren Dienst an und wird bis zum Fest ein wachsames Auge auf das begehrte Stück haben. „Es wäre ja schade, wenn Otto etwas vor dem Fest passiert“, sagt König Otti mit einem Augenzwinkern.