Kirchhellen
Es wird keine Lockerungen für den Bottroper Einzelhandel geben. Das hat der Krisenstab der Stadt Bottrop jetzt entschieden.
Keine Lockerungen für den Einzelhandel.Foto: Privat - Stadt Bottrop

Die Corona-Notbremse für Bottrop bleibt

Kein Click-and-Meet für den Einzelhandel – Auch negative Testergebnisse ändern das nicht

Kirchhellen -

Der Bottroper Krisenstab hat sich endgültig dazu entschieden, die Corona-Notbremse in Bottrop in Kraft zu halten.

„Es wird auch in dieser Woche keine Allgemeinverfügung geben, die die Notbremse aufweicht“, heißt es in der Entscheidung des Krisenstabs. Ganz genau bedeutet das: Es bleibt beim Prinzip „Click and Collect“, also Ware online oder telefonisch bestellen und nach Absprache am jeweiligen Geschäft abholen.

„Wir können keine andere Entscheidung treffen“

Der Krisenstab begründet seine Entscheidung damit, dass sich seit der Verfügung vom 29. März 2021 (wir berichteten) keine andere Sachlage ergeben habe und der Krisenstab daher zu keinem anderen Schluss hätte kommen können. Weiter heißt es: „Zwar weist das NRW-Landeszentrum für Gesundheit (LZG-NRW) für Bottrop am heutigen Tage (Anm. d. Red.: die Zahl bezieht sich auf Dienstag, 7. April 2021) eine 7-Tages-Inzidenz von 89,3 aus. Aufgrund der Osterfeiertage sind diese Zahlen aber wenig aussagekräftig und geben kein reales Bild der Lage wieder. Das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop geht daher davon aus, dass es derzeit keine Änderung im Infektionsgeschehen gibt und die Lage nach wie vor kritisch ist.“

Änderungen in der Corona-Schutzverordnung

Nach der aktuellen Regelung heißt es, dass kreisfreie Städte, wie eben Bottrop, der Inzidenzwert an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter der Grenze von 100 liegen und eine fallende Tendenz aufweisen muss, damit die Notbremsen-Regelungen gelockert werden dürfen. Der Krisenstab hat daher entschieden, dass es zum aktuellen Zeitpunkt keinen Sinn ergebe, die bestehenden Regelungen für das Stadtgebiet zu ändern. Zusätzlich wolle man abwarten, wie sich Bund und das Land NRW in den kommenden Tagen entscheiden werden.

Oberbürgermeister Bernd Tischler sucht das Gespräch

Bernd Tischler hat bereits Kontakt zum Einzelhandelsverband aufgenommen und dort die Entscheidungen des Krisenstabs erläutert. „Die Stadt Bottrop tut alles, was in ihren Möglichkeiten steht, um die Pandemie vor Ort zu bekämpfen“, heißt es von Seiten des Oberbürgermeisters. Weiter erklärt er: „Eine wirksame Bekämpfung des Infektionsgeschehens sei die grundlegende Voraussetzung für Lockerungen und Öffnungen.“ Deswegen wolle die Stadt weiter daran arbeiten, die Testkapazitäten und Anlaufstellen im Stadtgebiet auszubauen und auch die Erfolge der Impfkampagne seien von großer Bedeutung. Bislang habe das Impfzentrum am Südring in Bottrop erfolgreiche Arbeit geleistet und auch der Impfstart in den Hausarztpraxen nach den Ostertagen werde die Kampagne weiter unterstützen. Oberbürgermeister Bernd Tischler sieht eine Beschleunigung beim Impfen und die Verringerung des Infektionsgeschehens als wesentliche Bausteine, um „eine nachhaltige Perspektive für Handel, Gastronomie und Kultur erreichen zu können.“

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Julia Liekweg

Julia Liekweg

julia.liekweg@aureus.de

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