Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Aileen Kurkowiak
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Kirchhellener Grundschüler beteiligen sich: „Wir bringen Licht ins AHRtal“

Am vergangenen Freitag bekam die Klasse 1a der Gregorschule Besuch von einem Fernsehteam des WDR - Dieses begleitete die Grundschulkinder bei einer ganz besonderen Aktion

Kirchhellen -

Seit der großen Flutkatastrophe Mitte des Jahres im Ahrtal zeigen die ehrenamtlichen Helfer der Gladbecker Fluthilfe höchste Einsatzbereitschaft für die Betroffenen der Krisengebiete. Und auch, wenn die Überschwemmungen schon Monate her sind, heißt es für die Helfer keinesfalls „aus den Augen, aus dem Sinn“.

Denn alle Beteiligten, die hauptsächlich von Beginn an dabei sind, wissen, dass noch viel zu tun ist. Sie reagieren stets auf die Bedürfnisse der Betroffenen und stellen sich der jeweils aktuellen Situation. Die Problematik momentan: Die Haussanierungen vor Ort sind noch längst nicht abgeschlossen, vielerorts gibt es nach wie vor keine stabile Stromversorgung und somit tappen die Opfer häufig im Dunklen. Aus diesem Grund hat die Gladbecker Fluthilfe die Aktion „Wir bringen Licht ins AHRtal“ ins Leben gerufen, an der sich auch die Kirchhellener Grundschüler beteiligten.

Freude am Helfen

Während der Bastelaktion in der Klasse 1a der Gregorschule erklärt die Klassenlehrerin den Kleinen, was es mit der Aktion auf sich hat. Viele der pfiffigen Grundschulkinder wissen bereits, dass es die Flutopfer nicht leicht haben und freuen sich, ihnen eine Freude bereiten zu können. „Die Lichter sind so schön geworden und das Basteln hat ganz viel Spaß gemacht“, freut sich Erstklässlerin Marie.

Tausende Lichter für das Krisengebiet

Schul- und Kindergartenkinder aus Kirchhellen, Bottrop und Gladbeck haben sich viel Mühe gegeben und wunderschöne Windlichter gebastelt und beklebt, um den Menschen im Ahrtal eine Freude zu bereiten. Teelichter, Feuerzeuge, Grablampen, Taschenlampen und Lichterketten wurden gesammelt und an der Halle am Wehlingsweg in Gladbeck von einem eingespielten Helferteam rund um Nadine Müller in mühevoller Arbeit fleißig sortiert, verpackt und organisiert.

Foto: Gladbecker Fluthilfe - Privat
Foto: Gladbecker Fluthilfe - Privat

Ein kleiner Konvoi der Gladbecker Fluthilfe hat sich am Samstag auf den Weg nach Dernau gemacht. Im Gepäck mit dabei über 2.000 selbstgebastelte Windlichter, Grableuchten, Taschenlampen, Lichterketten und Feuerzeuge. Die Fluthilfe überraschte die Dernauer am Tag des Martinsumzuges mit ihrer Aktion. Die wochenlange Vorbereitung im Geheimen hat zu einer riesigen Überraschung und großer Freude geführt.


Als am Samstag die Dämmerung anfing, war ganz Dernau in ein wohliges Lichtermeer getaucht. Dort, wo es keine Straßenbeleuchtung mehr gibt, wo der größte Teil der Häuser nicht bewohnbar ist, fühlten sich Anwohner und Helfer einmal mehr durch die Wärme des Lichts miteinander verbunden. „So vieles wurde hier von der Flut mitgerissen“, erzählt Achim Petersen gerührt, „heute sind wir alle von diesem wunderschönen Miteinander und der positiven Energie mitgerissen worden!“ Genau das ist auch der Grund, warum die Helfer der Fluthilfe sich jeden Sonntag auf den Weg machen und warum auch schon die nächsten Aktionen geplant sind und bald umgesetzt werden.


„Zu sehen, wie aus dem ich ein wir geworden ist und jeder dazu beitragen kann, damit es im AHRtal wieder Hoffnung gibt, ist einfach toll!“, berichten die Helfer vor Ort an diesem einzigartigen Tag.

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Aileen Kurkowiak

Aileen Kurkowiak

aileen.kurkowiak@aureus.de

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