Kirchhellen
Für den VfB Kirchhellen würde er beinahe alle tun, aber beim Grillen hört der Spaß auf, lacht Werner Stappert. Das macht der Rentner nämlich privat auch nicht gerne.Foto: aureus GmbH - Valerie Misz
Für den VfB Kirchhellen würde er beinahe alle tun, aber beim Grillen hört der Spaß auf, lacht Werner Stappert. Das macht der Rentner nämlich privat auch nicht gerne.Foto: aureus GmbH - Valerie Misz

Kirchhellener wird auf Schalke für außerordentliches Ehrenamt geehrt

Werner Stappert ist seit 28 Jahren die gute Seele des VfB Kirchhellen - Für seinen Verein hat er großherzig und gutmütig seine freie Zeit investiert

Kirchhellen -

Ehrenamtliches Engagement ist, wie der Name schon verrät, eine ehrenvolle Aufgabe. Allerdings wird sie oftmals als selbstverständlich wahrgenommen. Um auch den vielen Ehrenamtlichen im Amateur-Fußball Anerkennung zu erweisen, hat sich der Deutsche Fußballbund bereits vor 25 Jahren etwas Besonderes überlegt: Die „Aktion Ehrenamt“.

Erinnerungen aus knapp drei Jahrzehnten

Im Zuge des 100-jährigen Bestehens des VfB Kirchhellen hat der Verein Pandemie-bedingt mit einem Jahr Verspätung eine Festzeitschrift herausgebracht. Wobei der Begriff Zeitschrift der Sache nicht gerecht wird, denn das Ergebnis von Werner Stapperts Recherchen war ein Katalog mit über 200 Seiten. Schon das 75. und 90. Jubiläum durfte er feiern und anlässlich dessen Sonderhefte erstellen. Dabei schwelgt er auch in eigenen Erinnerungen, denn in knapp drei Jahrzehnten im Vorstand hat Stappert einiges erlebt und auf den Weg gebracht.

In dieser Zeit hat der heutige Rentner das VfB Blättken mitgegründet, über zehn Jahre lang die VfB-Tage und den Karneval mitorganisiert und seit einigen Jahren hält er als einer der „Tribünenkratzer“ die Sportanlagen des Fußball-Vereins in Schuss. Im vergangenen Jahr organisierte der Fußball-Fan mit Willi Stein vom Heimatverein die Ausstellung „100 plus 1 Jahre VfB Kirchhellen“, die als Ergänzung zu der Festzeitschrift fungierte und großen Anklang bei den Kirchhellener Bürgerinnen und Bürgern fand.

„Heldentum bekommt bei Werner Stappert eine neue Bedeutung“

Das Bild zeigt (v.l) Schalke-Ikone Olaf Thon, den Kreisvorsitzenden Christian Fischer, Preisträger Werner Stappert und die Ehrenamtsbeauftragte Claudia Dauksch. Foto: Karten Rabas / FC Schalke 04
Das Bild zeigt (v.l) Schalke-Ikone Olaf Thon, den Kreisvorsitzenden Christian Fischer, Preisträger Werner Stappert und die Ehrenamtsbeauftragte Claudia Dauksch. Foto: Karten Rabas / FC Schalke 04

Schon damals betonte der Vereinsvorsitzende Georg Garz: „Der Begriff Fußballheld ist auch auf Ehrenamtliche übertragbar. Heldentum bekommt bei Werner Stappert eine neue Bedeutung.“ Als Dank für sein Engagement wurde er vom VfB Kirchhellen für die Aktion Ehrenamt beim DFB nominiert. Und das mit Erfolg. Mitte Februar wurden er und acht weitere Auserwählte aus dem Fußballkreis 12 Gelsenkirchen, Gladbeck und Kirchhellen in die Arena „Auf Schalke“ eingeladen.

Die Ehrenamtsbeauftragte des Fußballkreises Claudia Dauksch empfing die Preisträger gemeinsam mit Fußball-Ikone Olaf Thon, dem Schalker Sportvorstand Peter Knäbel sowie dem Kreisvorsitzenden Christian Fischer in der Veltins-Loge. Fischer hob in seiner Rede die Bedeutung von Ehrenamtlichen im Amateursport hervor und bedankte sich bei allen neun Engagierten für ihre herausragende Arbeit.

Voller Stolz nahm der Kirchhellener Werner Stappert die DFB-Ehrenamtsurkunde sowie eine Uhr entgegen. Anschließend waren alle Beteiligten noch eingeladen, das Zweitligaspiel gegen Paderborn in der Arena mitzuerleben. „Der Tag wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ich bin sehr froh, dass ich diese Dankbarkeit erfahren darf“, resümiert der Schalke-Anhänger. Dass sein Team an diesem Abend auch noch den 2:0-Sieg holte, machte den Tag unvergesslich.

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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