Kirchhellen
Foto: aureus GmbH - Daniel Böhm
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Knapp 200 Sternsinger sammelten am Wochenende mehr als 38.000 Euro

Nachdem im Vorjahr keine verkleideten Kinder von Tür zu Tür gehen konnten, haben sich die Organisationsteams der Gemeinde St. Johannes in diesem Jahr wieder einen persönlichen Weg überlegt

Kirchhellen -

Mehr als 200 Sternsinger waren am vergangenen Wochenende in Grafenwald, Kirchhellen und Feldhausen unterwegs und haben den Neujahrssegen in die Haushalte gebracht. Kein Vergleich zu den Zeiten vor Corona, als noch etwa 300 Kinder an der größten jährlichen Kirchhellener Spendenaktion teilnahmen.

Mit dem Ergebnis kann Neuorganisator Dennis Humberg aber zufrieden sein: „Wir haben in diesem Jahr fast so viele Spenden eingenommen, wie in Zeiten vor der Corona-Pandemie.“

Der Pastoralreferent hat die Aufgabe vertrauensvoll von seinem Vorgänger Winfried Stuke übernommen und die Aktion erstmalig organisiert und begleitet. Eine Herausforderung an vielen Stellen, resümiert er. „Auch wenn zeitliche und organisatorische Abläufe sehr detailliert an mich übergeben wurden, fehlten die Erfahrungswerte. Nach einigen Startschwierigkeiten konnten wir die Aktion aber reibungslos zum Abschluss bringen“, führt Humberg weiter aus.

Nachdem im vergangenen Jahr die umständlich geplante Sternsingeraktion auf Grund der damaligen Corona-Regelungen kurzfristig ausfallen musste und die Segensschilder von 70 Freiwilligen in den Briefkästen verteilt wurden, wollte die Gemeinde dieses Mal wieder den persönlichen Weg gehen. Allein im Bezirk Kirchhellen sind schätzungsweise 90 Kinder zusammengekommen, die sich bereit erklärten, von Tür zu Tür zu gehen. Das alles war aber nur unter strengen Schutzmaßnahmen möglich.

Während die Sternsinger in Grafenwald mit Hilfe eines Keschers die Segensschilder an die Bewohner verteilten, baten die Kirchhellener die Anwohner vor die Tür zu kommen. „Vorher haben sie schon den Segen im Briefkasten hinterlegt und die Spendenbox vor die Tür gestellt“, sagt der Organisator. Mit genügend Abstand konnten die Kinder, die großteils im Grundschulalter waren, trotz Mund-Nasen-Schutz singen und den Segen sprechen.

Schwierige Situationen erfordern meist kreative Lösungen. So hat sich jede Gemeinde andere Vorgehensweisen überlegt, die alle zu einem freudigen Ergebnis führten. Mit großer Freude und viel Spaß waren die Kinder teils den ganzen Tag unterwegs. Für eine möglichst sichere Durchführung wurde im Vorhinein kontrolliert, ob die Kinder geimpft, genesen und / oder negativ getestet sind. Den zeitlichen Aufwand der Kontrollen hätten die Organisatoren allerdings unterschätzt, so Humberg.

Für die kommende Aktion haben sich bereits einige Freiwillige gemeldet, die Dennis Humberg bei der Organisation und Durchführung unterstützen möchten. Insgesamt ist in Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen eine Summe von 38.169,46 Euro zusammengekommen, die hauptsächlich für Gesundheitsfördernde Projekte wie beispielsweise im Südsudan eingesetzt werden sollen.

Fotos: aureus GmbH - Daniel Böhm

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Valerie Misz

Valerie Misz

v.misz@aureus.de

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